Alle Artikel in: Afrika

Afrika

„Unterwegs im Auftrag des Herrn“

Seit deutlich mehr Flüchtlinge nach Europa kommen, ist Afrika bei uns verstärkt ins Blickfeld gerückt. Meist geht es dabei um die gravierenden Probleme, die dieser Kontinent noch immer hat, seltener um die positiven Entwicklungen und Chancen. Eine faire Entwicklungspolitik soll helfen, die Fluchtursachen zu bekämpfen, darüber sind sich (fast) alle einig. „Schluss mit unserem Kolonialismus!“ fordert daher Gerd Müller, CSU-Mitglied (!) und derzeit Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Andere Stimmen hingegen warnen, dass sich Afrika selbst helfen müsse. Der Anspruch, dass die armen Länder Afrikas mit Entwicklungsgeld zu retten seien, sei viel zu ambitioniert. Sich dazu eine eigene Meinung zu bilden, ist gar nicht so einfach. Auch auf unserer Weltreise waren wir ja vielfach mit diesen Fragen konfrontiert gewesen. Da traf es sich gut, dass die Akademie Caritas Pirckheimer Haus in Nürnberg (CPH) im Januar 2018 eine Reise in das westafrikanische Land Senegal organisierte. Anlass war die alljährliche Feier der Partnerschaft zwischen der Diözese Thiès und dem Erzbistum Bamberg.  Mit Siegfried Grillmeyer, dem Direktor des CPH, hatten wir denn auch einen sehr engagierten Delegationsleiter. So organisierte …

Stopover auf Mauritius

Kitesurfen im Indischen Ozean, Entspannen im Luxushotel, Heiraten am Traumstrand – das sind die drei wichtigsten Gründe, um in Mauritius Urlaub zu machen. Für uns ist diese Trauminsel im Indischen Ozean allerdings aus einem anderen Grund eine Reise wert: Sie ist ein perfektes Stopover-Ziel auf dem Weg von Afrika nach Asien. Geografisch gehört Mauritius zu Afrika – der Inselstaat im Südwesten des Indischen Ozeans liegt knapp 900 Kilometer östlich von Madagaskar, der letzten Etappe unserer bisherigen Reise. Kulturell geprägt wurde Mauritius jedoch nicht von Afrika, sondern von Indien, denn knapp zwei Drittel der Bevölkerung sind so genannte Indomauritier, stammen also vom indischen Subkontinent. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Mauritius) Zwischen Afrika und Asien Für uns ist Mauritius deshalb die perfekte Einstimmung auf unser nächstes Reiseland:  Indien. Mitte nächster Woche fliegen wir nach Delhi und sind schon sehr gespannt, was uns dort erwartet. Einen Vorgeschmack auf indische Kultur haben wir gestern schon in der größten hinduistischen Pilgerstätte außerhalb Indiens bekommen. Gleich um die Ecke unserer Ferienwohnung, die im touristisch weniger erschlossenen Süden von Mauritius liegt, biegt eine wundervolle Straße ab, die …

Stromausfall statt Fußballspiel

Der dritte Wunsch aus der „besonderen Aktion“ ist erfüllt – oder doch nicht? Auf der online-Reise-Seite der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung könnt Ihr lesen, was aus der E-Mail von Irene Haffa aus Bubenreuth geworden ist. Sie wünschte sich ein Foto von feiernden Fans auf Madagaskar, die die Deutsche Fußballmannschaft bei der EM bejubeln – am besten noch in deutschen Trikots. Doch dann kam alles ganz anders.  

Bitterschönes Madagaskar

Wir sahen faszinierende Landschaften und trafen freundliche, hilfsbereite Menschen. Wir sahen aber auch Kinder, die als Lastträger Ziegelsteine auf dem Kopf balancierten. Und wir sahen Menschen, die zahlreiche, mit Wasser gefüllte Kanister mit primitiven Karren mühsam bergan schoben zum noch weit entfernten Dorf. Schon vor Madagaskar hat uns die Frage beschäftigt: Wie wird es uns wohl gehen bei der Reise durch ein Land, das zu den ärmsten der Welt gehört? Wie mit all den Widersprüchen umgehen, die solch eine Reise mit sich bringt? Einerseits wunderschöne Landschaften, eine freundlich wirkende Bevölkerung und (fast) jeden Tag neue, intensive Erlebnisse mit Mensch und Natur. Andererseits der Eindruck bitterer Armut oder deren Folgen: Bettelei, Kinderarbeit, Menschen – vor allem Frauen – als Träger schwerster Lasten, Dörfer und Städte voller heruntergekommener Gebäude und Straßen, Müll, Staub und Dieselruß. Oder sitzen wir vielleicht nur unserer „westlichen Sichtweise“ auf, wie ein wohlmeinender Freund anmerkte, nachdem er Elkes Text über unsere ersten Eindrücke von Antananarivo gelesen hatte? Sind wir nur zu voreingenommen oder überempfindlich gegenüber anderen Kulturen und deren Sitten und Gebräuchen? Hier ein …

Erste Notizen aus Madagaskar

„Same same Hollywood“, das sagt der Taxifahrer, der uns vom Flughafen der madagassischen Hauptstadt Antananarivo in unser Hotel fährt, gleich ein paar Mal. Doch wir brauchen eine ganze Weile bis wir verstehen, dass er den großen Antananarivo-Schriftzug am Hügel meint, der dem berühmten Vorbild in Hollywood nachempfunden ist. Stolz ist er darauf und sagt, wie gerne er hier lebt – schiebt aber auch nach, dass es kein einfaches Leben ist. Diesen Eindruck haben auch wir. Schon in der knappen halben Stunde, die wir  Taxi fahren, sehen wir unglaublich viel Chaos und Armut: Alte Autos kurz vor dem Zusammenbruch  verstopfen die Straßen und verpesten mit schwarzen Abgaswolken die Luft. An der Straße sitzen Frauen mit Kindern und betteln. Dahinter sind Marktstände mit spärlichem Angebot. Und rechts und links der Straße sehen wir etliche Siedlungen mit verfallenen Häusern, in denen dennoch Menschen leben. Übrigens liegt Antananarivo auf knapp 1.500 Metern, so dass es im Moment hier nachts empfindlich kalt ist und ein Dach über dem Kopf besonders wichtig wäre. Bittere Armut Madagaskar ist eines der ärmsten Länder der Welt – und das Lied „Wir lagen vor Madagaskar und …

Neue Wunsch-Aktion

Für „Gute REISE“, die online-Reiseseiten der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung, mache ich wieder die besondere Aktion. Wir sind gestern Nachmittag in Antananarivo gelandet, das ist die Hauptstadt von Madagaskar. Das Bild zeigt eine erste Straßenszene auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel. Von da aus fahren wir am Sonntag für eine Woche lang mit einem Fahrer in Richtung Süden – und dort bleiben wir dann mal ein paar Tage am Strand. Wir sind gespannt, was uns erwartet. Und ich erfülle gerne wieder Eure Wünsche oder berichte über ein bestimmtes Thema. Macht doch bitte wieder mit und schickt eine E-Mail bis Donnerstag, 7. Juli, direkt an: magazinaktion@pressenetz.de

4.000 Kilometer „Reisen auf Sicht“

Von Nürnberg ans Kaspische Meer: Nie im Leben kämen wir auf die Idee, diese Strecke mit dem Auto zurückzulegen, denn es sind mehr als 4.000 Kilometer. In Südafrika dagegen suchen wir uns in Kapstadt einen robusten Mietwagen aus – zum Glück ohne Kilometerbegrenzung – fahren los, und haben dreieinhalb Wochen später mal eben 4.000 Kilometer zurückgelegt. Kein Wunder, sind wir doch vom Kap bis zum Krüger-Park gefahren. Dies alles ohne große Planung, getreu unserem Motto, dass wir „auf Sicht reisen“ wollen. Was heißt das genau? Nun ja: Wir machen – anders als das bisher in unser beider Leben war – keinen großen „Masterplan“, sondern überlegen uns eigentlich immer nur das nächste Ziel und eine ganz grobe Richtung. Hier in Südafrika haben wir nach den vier Wochen „festem Wohnsitz“ in Kapstadt damit begonnen und sind im wahrsten Sinne des Wortes gut damit gefahren. Treffpunkt Port Elizabeth Zunächst einmal sind wir von Kapstadt aus jedoch getrennte Wege gegangen: Ich habe mit Heike sehr genau durchgetaktet einen Teil der Gardenroute gemacht – von Kapstadt über Hermanus nach Knysna …

Markt-Bilder und Postkarten

Zwei Wunsch-Mails aus der „besonderen Aktion“ sprechen mich besonders an, so dass ich sie möglichst kontinuierlich umsetzen will. (Super)Markt-Bilder aus der Welt Monika Wiedenhöfer aus Nürnberg hatte Anfang Mai gemailt: „Wenn ich auf Reisen bin, muss ich immer in einen lokalen Supermarkt, um die landestypischen Lebensmittel und Verpackungen kennen zu lernen. Ich wünsche mir aus Kapstadt – und aus möglichst vielen anderen Orten – ein Bild eines Supermarktregals.“ Postkarten in die Heimat Und Michael Klisa aus Amberg schreibt im Juni: „Wäre es möglich, dass ihr immer mal wieder meiner Mutter eine Postkarte schickt? Sie ist doch schon in einem gewissen Alter, wo sie nicht mehr in Urlaub fahren kann – früher aber gerne verreist ist!“ Fotogalerien auf Facebook-Seite Die erste Postkarte ist geschrieben – und auch ein paar Fotos von (Super)Märkten und anderen Einkaufssituationen findet Ihr schon auf der GuteReise-Facebook-Seite der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung. Schaut doch immer wieder mal rein.

Ein Klavier, ein Klavier!

Der zweite Wunsch aus der „besonderen Aktion“ ist erfüllt. Als wir an der südafrikanischen „Wild Coast“ sind, erreicht mich der Wunsch der „wilden Hilde“. Die Nürnberger Swingpianistin Hildegard Pohl schreibt:  „Ich wünsche mir Bilder von Klavieren oder Flügeln aus Südafrika.“ Wie und wo ich fündig geworden bin, lest Ihr auf der online-Reise-Seite der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung.

„The Concierge“ in Durban

Ein echt cooles Quartier haben wir in Durban: Das „The Concierge“, ein kleines Boutique-Hotel mit nur acht Zimmern, die sehr schön und individuell eingerichtet sind. Natürliche Holzmöbel kombiniert mit stylishen Accessoires, einem schwarzen Bad und einer kleinen Terrasse mit Korbstuhl und Kissen. Besonders ist auch das kleine „Freedom-Café“, in dem wir unser leckeres Frühstück bekommen. Leider hat es nur bis nachmittags offen, es sei denn es findet eine besondere Feier in dieser location statt. Als wir ankommen ist hier zum Beispiel eine so genannte birth shower – ein Event, das ich so aus Deutschland nicht kenne: Eine hochschwangere Frau feiert mit all ihren Freundinnen das freudige Ereignis, das offenkundig bald bevorsteht. Die Deko ist sehr rosa, so dass es wohl ein Mädchen wird. Und alle Freundinnen haben große Tüten mit Geschenken für Mutter und Kind dabei… Was für ein netter Brauch! Mehr Infos: www.the-concierge.co.za Bitte einfach auf ein Bild in der Galerie klicken, dann wird es größer.