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Asien

Auf Zweirädern über die Insel der Dämonen

Bali ist die Insel der Götter und Dämonen. So steht es in jedem Reiseführer und jedem Reiseblog. Auch wir hatten den Eindruck, dass es auf der Insel fast mehr Tempel gibt als Häuser und dass jeden Tag eine andere Zeremonie stattfindet. Den größten Dämon scheinen jedoch auch alle Feierlichkeiten und Opfergaben nicht zu bannen: Den Autoverkehr und die vielen Staus, die die Insel inzwischen fast zum Erliegen bringen. Wer etwas von der Insel sehen will, muss das mit dem Fahrrad oder einem Scooter machen. Wir haben beide Varianten ausprobiert und können sie nur empfehlen. An einem Montag Morgen um 8 Uhr werden wir von einem Kleinbus abgeholt – und auf dem Gepäckträger hinten sind drei schicke Mountainbikes. Wir haben uns für eine Tour angemeldet, die mit dem Auto hoch in das Bergland im Norden geht, und mit dem Mountainbike von dort nach Ubud zurück führt. Eine gute Kombination, denn würden wir mit dem Fahrrad nach oben fahren, wäre zumindest ich schon nach zehn Minuten fix und fertig, ist es doch jeden Tag heiß und schwül. Start bei Regen …

Zum Sonnenaufgang auf den Vulkan

Tropische Regenzeit statt weiße Weihnachten: Wie Ihr wisst verbringen wir die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel auf Bali und haben im Rahmen der besonderen Aktion auch hier wieder einen Wunsch erfüllt. Leserin Brigitte Wolf hatte gemailt „Ich war im Jahre 2003 auf Bali in Sanur, Ubud und ganz oben im Norden in Singaraja. Leider hatte ich nur drei Wochen Zeit und habe die Vulkane im (Nord-) Osten nicht besichtigen können. Vielleicht könntest Du sie ja besteigen?“ Einen Tag vor Weihnachten machten wir uns also im Rahmen einer organisierten Trekking-Tour auf zum Vulkan Gunung Batur. Und so war es: Um 1.30 Uhr nachts klingelt der Wecker und wir wissen erstmal gar nicht, was los ist. Dann fällt uns es ein: Wir haben die „Mount Batur Sunrise Trekking Tour“ gebucht und werden um 2.00 Uhr von unserem Hotel abgeholt. Also rein in die Klamotten und raus auf die Straße. Es ist – natürlich – noch stockfinster, aber fast genauso warm wie tagsüber. Und auch auf der Straße in Ubud ist nachts um 2 Uhr durchaus noch Verkehr. Ein Auto nach dem anderen fährt vorbei, manche halten …

Frohe Weihnachten und ein gutes Jahr 2017

Wir schicken Euch tropische Weihnachtsgrüße aus Bali und wünschen Euch allen frohe Weihnachten und ein gutes Jahr 2017!  Wir hoffen sehr, dass das neue Jahr für unseren faszinierenden Globus besser wird als 2016. Denn das endet weltpolitisch und jetzt auch in Deutschland leider so, wie es insgesamt war. Nämlich als eines der trübsten seit wir denken können. Die einschlägigen Nachrichten aus Deutschland, Europa, dem Nahen Osten und den USA erreichen uns natürlich auch hier. Und da folgt ein Schock dem anderen – ihr wisst sicher, was wir damit meinen. Ein Blick zurück Uns lässt es auch auf unserer großen Reise nicht kalt, wenn in so kurzer Zeit gewichtige Grundlagen unserer Wertordnung und unseres Verständnisses einer pluralistischen, offenen Gesellschaft so krass in Frage gestellt werden, sei es durch den furchtbaren Terrorismus oder die immer mehr erstarkende politische Rechte, die sich offenkundig zunehmend radikalisiert. Wo soll diese Spirale hinführen? Das „ganze System“ infrage stellen, wie es die AfD zuhause immer offener proklamiert: Hatten wir das nicht schon mal? Dazu noch die – eigentlich unglaubliche – Entwicklung, dass Tatsachen im politischen Leben …

Hochzeits-Zeremonie auf Bali

Gung Evi und Gung Bagus heiraten – und wir sind bei der balinesischen Hochzeits-Zeremonie für eine gute Stunde zu Gast. Wie kam es dazu? Nun ja: Wir haben heute einen „Sonntags-Ausflug“ mit dem Motorroller in die Umgebung von Ubud gemacht. Unterwegs kamen wir durch ein Dorf, in dem ganz offensichtlich eine der vielen Zeremonien im Gange war, für die Bali so berühmt ist. Neugierig wie ich bin, haben wir angehalten, um ein Foto von dem schön geschmückten Eingang eines Hauses zu machen. Und schon kam ein freundlicher junger Mann auf uns zu und hat uns eingeladen. Natürlich haben wir uns erst ein wenig geziert, aber es wäre wohl unhöflich gewesen, nein zu sagen. Und so kamen wir zu diesem ganz besonderen Erlebnis, Gast bei einer balinesischen Hochzeits-Zeremonie zu sein. Sehr farbenfroh, sehr fröhlich und sehr gastfreundlich. Und hier ein paar Bilder vom Brautpaar Gung Evi und Gung Bagus mit ihren Gästen. Bitte einfach auf ein Foto in der Galerie klicken, dann wird es größer.    

Komische Tage in Ubud

Genau zehn Tage sind wir nun in Ubud – und hatten einen sehr komischen Einstieg in diese so hoch gelobte Stadt auf Bali. Groß waren meine Erwartungen, denn vor drei Jahren waren wir schon einmal zur gleichen Zeit auf Bali und damals waren wir begeistert. Es lag also nah, uns hier für vier Wochen ein kleines Haus zu mieten, damit wir auf unserer Reise um die Welt mal wieder zur Ruhe kommen und uns wie zuhause fühlen können, mal wieder selbst kochen und viel schreiben können. Doch es kam anders…. Das Haus, das im Internet so toll aussah und als preisgekrönte „eco villa“ beschrieben war, stellte sich als unsere erste richtige Fehlbuchung heraus. Ständig waren wir damit beschäftigt, Mängel an die australische Eigentümerin Sue zu melden, die dann wiederum die balinesische housekeeperin Luhnik informierte. Die schickte ihren Cousin vorbei, um die Air Condition zu reparieren und ihren Bruder, um die Dusche so einzustellen, dass auch heißes Wasser kommt. Sie selbst putzte die Schränke zum ersten Mal seit langer Zeit richtig sauber, meinte aber, dass in den Tropen sowieso alles …

airbnb in Makati auf den Philippinen, Blick auf den Küchentisch

„Fresh Greenbelt Loft“ in Manila

Sehr schön eingerichtet und eine Oase der Ruhe – das war das „Fresh Greenbelt Loft“ in Manila für uns. Die kleine schicke Wohnung mitten in Makati, dem Business-Distrikt von Manila, haben wir bei airbnb gefunden und für eine Woche gemietet. Besonders gefallen hat uns, dass die Wohnung über zwei Stockwerke geht. Unten eine sehr gut eingerichtete Küche, eine kleine Schreibecke und ein hübsches Sofa, oben ein bequemes Bett und ein großer Schrank. Toller Blick und super Lage Im 12. Stockwerk eines Hochhauses liegt das Loft und bietet einen tollen Blick über die geschäftige Metropole – und auf den Park gegenüber. Grün direkt vor der Haustür ist in einer solchen Stadt nicht selbstverständlich, hat uns aber natürlich besonders gut gefallen. Außerdem ist die Wohnung direkt um die Ecke von unseren Freunden Lilli und Matthias mit dem kleinen Leo. Wir konnten uns gegenseitig also leicht besuchen oder uns in einem der vielen netten Cafes gleich um die Ecke treffen. Auch die schön angelegten Green-Belt-Shopping-Malls und das Ayala-Kunstmuseum sind in direkter Nachbarschaft und einen Besuch wert. Freundschaftswerbung Solltet Ihr mal nach Manila bzw. Makati kommen, können …

Von Bauern, Banknoten und Teebeuteln

Was haben alltägliche Dinge wie Teebeutel, Kaffeefilter und Banknoten gemeinsam? Nun, sie werden aus Spezialpapier gemacht, das aus dem Rohstoff Abacafaser produziert wird. Abaca ist eine Pflanze, die nur auf den Philippinen wächst und aus deren Stamm lange, haarartige Fasern gewonnen werden. Die Philippinen beliefern damit nahezu allein den Weltmarkt – ein Top-Exportartikel also. Das Fatale ist nur: Die Produzenten, die philippinischen Bauern, verdienen bisher nur sehr wenig daran. Hier kommt mein Freund Matthias ins Spiel, den wir mit seiner Familie in Manila besucht haben. Nach seinem Master in Kulturgeographie hat er sich entschlossen, für die deutsche Entwicklungsarbeit tätig zu werden. Für drei Jahre betreut er auf den Philippinen mehrere Projekte. Was also lag näher, als ihm dazu ein paar Fragen zu stellen? Matthias, worum geht es bei deinen Projekten? Was sind die Ziele? Ziel ist es, die Einkommensgrundlage von Kleinbauern zu verbessern und die Produktion von Agrarprodukten (wie Abaca, Kokosöl oder Reis) nachhaltig zu gestalten. Der Großteil der philippinischen Kleinbauern besitzt nur kleine Parzellen von wenigen Hektar Land, wirtschaftet meist sehr extensiv und erreicht oftmals …

Die netten Rezeptionistinnen in Makati mit ihren Santa-Claus-Mützen

Santa Claus statt Buddha

Statt goldglänzender Tempel, Stupas und Buddhas, wie wir sie zuletzt in Nepal, Vietnam und Laos zuhauf gesehen haben, fallen uns auf den Philippinen sofort die aus Europa vertrauten Symbole des Christentums auf: Kreuze, Kirchen, Heilige. Aktuell, genauer gesagt seit September, kommen noch die überladenen Weihnachtsbäume und das ganze Lametta hinzu – und das bei tropischen Temperaturen um die 30 Grad. Da kommt so richtig besinnliche Adventsstimmung auf…   Der vorweihnachtliche Konsumrausch, der hier in Manilas heruntergekühlten Shopping Malls noch extremer ausfällt als zuhause, kann nicht verdecken, dass der Glaube bei den Filipinos tief verwurzelt, Religion im Alltag allerorten präsent ist. 333 Jahre spanische Kolonialgeschichte haben die Philippinen zu einer christlichen Bastion inmitten buddhistischer und islamischer Nachbarregionen (Indonesien, Malaysia) gemacht. Über 90 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum christlichen Glauben bzw. gehören der katholischen Kirche an. Wessen die Herrschaft, dessen die Religion, gilt also bis heute noch – 120 Jahre nach dem Ende der Herrschaft Spaniens über die Philippinen. Katholische Kirche in Bacalor nördlich von Manila: Das koloniale Erbe Schon in Afrika, Indien und Südostasien hat …

Die Reisterrassen von Banaue auf den Philippinen werden auch "Stufen zum Himmel" genannt.

Die grünen „Stufen zum Himmel“

Lange haben wir überlegt, ob wir den weiten Weg von Manila in das Bergland von Nord-Luzon auf uns nehmen sollen. Denn mindestens zehn Stunden ist man mit dem Auto unterwegs, wenn man von der philippinischen Hauptstadt aus die Reisterrassen von Banaue und Batad besuchen will. Schließlich haben wir uns dafür entschieden – und wurden mit grandioser Landschaft und besonderen Menschen belohnt. Am ersten Abend ist es – nach elf Stunden Fahrt im Kleinbus von Klaus Voll – stockfinster als wir in Banaue ankommen. Die schöne Landschaft können wir also nur erahnen, dafür genießen wir die kühle Nachtluft in den Bergen und schlafen endlich mal wieder bei offenem Fenster. Durch dieses blicken wir ganz früh am nächsten Morgen dann auch auf die Reisterrassen von Banaue. Vor ungefähr 2.000 Jahren legte das Bergvolk der Ifugao die Terrassen in unendlicher Mühe und Kunstfertigkeit hier oben an. Das Ergebnis nennen sie noch heute liebevoll ihre „Stufen zum Himmel“ – und tatsächlich sehen die Reisterrassen auf knapp 1.200 Metern in den philippinischen Kordilleren so aus. Toller Blick vom Dach eines Jeepneys …

Zu Gast bei Freunden in Manila

Matthias, Lilli – und der kleine Leo. Das ist die „Radek-family“, die wir gerade in Manila besuchen. Unsere Freunde aus der Heimat leben und arbeiten inzwischen in Makati, dem Business-Distrikt von Manila, und wohnen im 36. Stockwerk eines Wolkenkratzers.  Nur ein paar Stockwerke darunter haben wir uns für die ersten Tage eine kleine Wohnung gemietet und genießen von unserem Bett den Ausblick auf die Metropole. In der zweiten Woche ziehen wir in das „Fresh Greenbelt Loft“ in der Nachbarschaft um, in dem wir uns sehr wohl fühlen und die Radeks sogar mal zu uns zum Abendessen einladen können – fast wie Zuhause. Und die neue Heimat unserer Freunde lernen wir bei gemeinsamen Ausflügen in der Stadt und auf eine Trauminsel kennen. Sonnenuntergang in Makati: In den ersten Tagen erkunden wir zusammen mit den stolzen Eltern und dem kleinen Leo Manila und Makati: Und an einem verlängerten Wochenende fliegen wir zusammen auf die Insel Negros und verbringen vier wunderbare Tage an einem echten Traumstrand: