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zehn Highlights 2016

Zu Gast bei Freunden in Manila

Matthias, Lilli – und der kleine Leo. Das ist die „Radek-family“, die wir gerade in Manila besuchen. Unsere Freunde aus der Heimat leben und arbeiten inzwischen in Makati, dem Business-Distrikt von Manila, und wohnen im 36. Stockwerk eines Wolkenkratzers.  Nur ein paar Stockwerke darunter haben wir uns für die ersten Tage eine kleine Wohnung gemietet und genießen von unserem Bett den Ausblick auf die Metropole. In der zweiten Woche ziehen wir in das „Fresh Greenbelt Loft“ in der Nachbarschaft um, in dem wir uns sehr wohl fühlen und die Radeks sogar mal zu uns zum Abendessen einladen können – fast wie Zuhause. Und die neue Heimat unserer Freunde lernen wir bei gemeinsamen Ausflügen in der Stadt und auf eine Trauminsel kennen. Sonnenuntergang in Makati: In den ersten Tagen erkunden wir zusammen mit den stolzen Eltern und dem kleinen Leo Manila und Makati: Und an einem verlängerten Wochenende fliegen wir zusammen auf die Insel Negros und verbringen vier wunderbare Tage an einem echten Traumstrand:

Zu Fuß im laotischen Bergland

Nach den entspannten Tagen in Luang Prabang fahren wir weiter nördlich ins Bergland von Laos, um dort für ein paar Tage zu wandern und abgelegene Bergdörfer zu besuchen. Interessant ist diese Region durch die dort lebenden Hmong, eine von nicht weniger als 49 Ethnien im Vielvölkerstaat Laos. Da jede dieser Ethnien ihre eigene Sprache spricht, viele der Bergbauern zudem kein Laotisch können, ist es wichtig, einen Guide zu haben, der ihre Sprache beherrscht. Mit Sii, einem jungen Mann aus der Nähe von Luang Prabang, haben wir Glück. Er spricht nicht nur Hmong, sondern auch recht gut Englisch und kennt sich mit der Natur und den ländlichen Lebensweisen hier oben gut aus. Von Nong Khiaw, einer schön am Nam Ou Fluss und inmitten einer eindrucksvollen Felslandschaft gelegenen Kleinstadt, machen wir uns auf den Weg. Die Sonne brennt schon am frühen Vormittag erbarmungslos, als wir unsere Wanderung durch Reisfelder beginnen. So sind wir dankbar, dass wir schon bald den Dschungel erreichen, der uns für die nächsten Stunden vor der prallen Sonne schützen wird. Allerdings schauen wir zunächst …

Leidenschaftliche Köchin verrät ihre Geheimnisse

Essen scheint die Lieblingsbeschäftigung der Vietnamesinnen und Vietnamesen zu sein. Schon am frühen Morgen sitzen sie auf der Straße und frühstücken ihre traditionelle Nudelsuppe. Und auch spät in der Nacht wird in den Garküchen auf der Straße noch frisch gebraten und gekocht. Das leckere Essen begeisterte auch Gracia Mrakovcic, die für die besonderen Aktion folgenden Wunsch hatte: „Wir waren letzten Sommer in Vietnam, und ich vermisse das leckere Essen. Bitte mach‘ einen Kochkurs und berichte darüber.“ Ein schöner Auftrag für mich – und ich habe die leckere Mission gerne bei Hidden Hanoi in die Tat umgesetzt. Dieser Anbieter für Kochkurse, der im Jahr 2003 von der Journalistin Tran Hanh An gegründet wurde, wird in tripadvisor sehr empfohlen. Die Gründerin hat eine große Leidenschaft für die vietnamesische Kultur und deren Küche und gibt diese bei Kochkursen an Gäste aus der ganzen Welt weiter. Heute gehörte auch ich zu diesen Gästen. Mit dieser schönen Schürze kocht es sich besonders gut: Verstecktes Kleinod Kurz vor 11 Uhr biege ich also mit dem Taxi von einer der großen Hauptstraßen Hanois ab, fahre nur einmal …

Die Besteigung des Poon Hill

Schon bei unserer Ankunft am Flughafen in Kathmandu deutete es sich an. Als wir zur Begrüßung das Schild „Matterhorn Treks & Expedition Ltd.“ mit unseren Namen darauf sahen, ahnten wir: Das geplante Bergwandern im Himalaya wird kein Spaziergang. Das hat einen Hauch von Expedition und wird eine echte Herausforderung für alle Beteiligten. Wie es dann tatsächlich wurde, lest Ihr hier selbst. Danksagung Ang Kami, dem Ideengeber für unsere wagemutige Himalaya-Tour, sei Dank. Als überaus erfahrenem Sherpa und Chef von „Matterhorn Treks & Epeditions Ltd.“ hatten wir uns seinen Planungen anvertraut. Hatte er noch damit gerechnet, dass wir als Flachländer lediglich von Bergdorf zu Bergdorf wandern wollten bzw. konnten, wurde daraus eine waghalsige Bergbesteigung. Dies verdankt sich der hochmotivierten Mann- bzw. Frauschaft. Ihrem Wagemut und ihrer Zähigkeit ist deshalb der Expeditionsbericht gewidmet. Die Mann- bzw. Frauschaft Prakasch, engagiert als ortskundiger Guide mit Österreich-Erfahrung, deshalb auch einer Sprache mächtig, die für uns einen Mischmasch aus Özi-Sprech und Englisch darstellte. Elke, deren Stärke zweifelsohne in ihrer Redegewandtheit, gepaart mit Eigensinn und großer Willenskraft liegt und die immerhin schon …

Wo der Ceylon-Tee wächst

Sie kommt fast pünktlich, die betagte Dame. Und sie kündigt sich schon von weitem hörbar an: Die alte Eisenbahn, deren schwere Diesellocks gerne Frauennamen tragen und die die Hauptstadt Colombo seit den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts mit dem Hochland von Sri Lanka – wo der Ceylon-Tee wächst – verbindet. Die erste Bahnstrecke wurde schon 1864 von den britischen Kolonialherren eröffnet, und so fühlen wir uns auch ins 19. Jahrhundert versetzt, als wir diesen Zug besteigen und den Streckenabschnitt von Ella nach Nuwara Eliya fahren. Am liebenswürdigen Bahnhof von Ella lösen wir ein Ticket zweiter Klasse für den 9:20-Zug. Sehr schmuckvoll uniformierte und würdig dreinschauende Bahnbeamte prüfen beflissen unsere Billetts, um dann das bunte Treiben auf dem Bahnsteig zu beaufsichtigen: Zahlreiche Backpacker mit ihren riesigen Rucksäcken neben Einheimischen, die einfach in den nächsten Ort fahren. Elke in Ella am Bahnhof: Schon am Tag vor der Zugfahrt sind  wir auf den Schienen zum Ella Rock gewandert: Mit der Bahn durchs Hochland Im Zug stellen wir rasch fest, dass es uns in der dritten Klasse deutlich besser gefällt. …

Bitterschönes Madagaskar

Wir sahen faszinierende Landschaften und trafen freundliche, hilfsbereite Menschen. Wir sahen aber auch Kinder, die als Lastträger Ziegelsteine auf dem Kopf balancierten. Und wir sahen Menschen, die zahlreiche, mit Wasser gefüllte Kanister mit primitiven Karren mühsam bergan schoben zum noch weit entfernten Dorf. Schon vor Madagaskar hat uns die Frage beschäftigt: Wie wird es uns wohl gehen bei der Reise durch ein Land, das zu den ärmsten der Welt gehört? Wie mit all den Widersprüchen umgehen, die solch eine Reise mit sich bringt? Einerseits wunderschöne Landschaften, eine freundlich wirkende Bevölkerung und (fast) jeden Tag neue, intensive Erlebnisse mit Mensch und Natur. Andererseits der Eindruck bitterer Armut oder deren Folgen: Bettelei, Kinderarbeit, Menschen – vor allem Frauen – als Träger schwerster Lasten, Dörfer und Städte voller heruntergekommener Gebäude und Straßen, Müll, Staub und Dieselruß. Oder sitzen wir vielleicht nur unserer „westlichen Sichtweise“ auf, wie ein wohlmeinender Freund anmerkte, nachdem er Elkes Text über unsere ersten Eindrücke von Antananarivo gelesen hatte? Sind wir nur zu voreingenommen oder überempfindlich gegenüber anderen Kulturen und deren Sitten und Gebräuchen? Hier ein …

4.000 Kilometer „Reisen auf Sicht“

Von Nürnberg ans Kaspische Meer: Nie im Leben kämen wir auf die Idee, diese Strecke mit dem Auto zurückzulegen, denn es sind mehr als 4.000 Kilometer. In Südafrika dagegen suchen wir uns in Kapstadt einen robusten Mietwagen aus – zum Glück ohne Kilometerbegrenzung – fahren los, und haben dreieinhalb Wochen später mal eben 4.000 Kilometer zurückgelegt. Kein Wunder, sind wir doch vom Kap bis zum Krüger-Park gefahren. Dies alles ohne große Planung, getreu unserem Motto, dass wir „auf Sicht reisen“ wollen. Was heißt das genau? Nun ja: Wir machen – anders als das bisher in unser beider Leben war – keinen großen „Masterplan“, sondern überlegen uns eigentlich immer nur das nächste Ziel und eine ganz grobe Richtung. Hier in Südafrika haben wir nach den vier Wochen „festem Wohnsitz“ in Kapstadt damit begonnen und sind im wahrsten Sinne des Wortes gut damit gefahren. Treffpunkt Port Elizabeth Zunächst einmal sind wir von Kapstadt aus jedoch getrennte Wege gegangen: Ich habe mit Heike sehr genau durchgetaktet einen Teil der Gardenroute gemacht – von Kapstadt über Hermanus nach Knysna …

Tradition und Moderne in Bulungula

Fragt man Südafrikaner nach Gegenden, wo es noch „ursprünglich afrikanisch“ ist, schwärmen sie von der Wildcoast bzw. der „Transkei“.  So hieß die Region in der Apartheid-Zeit, als die rassistische Minderheits-Regierung der Weißen die schwarze Bevölkerungsmehrheit zwangsweise in so genannte „Homelands“ umgesiedelte. Es verwundert nicht, dass diese in der Regel abgeschieden lagen und karge, unfruchtbare Böden hatten. Zwischen Port Elisabeth und Durban gelegen, erstreckt sich die Wildcoast ca. 850 km entlang des Indischen Ozeans bis weit ins Landesinnere. Etwa auf halber Strecke liegt Bulungula, ein mehrfach ausgezeichnetes ökologisch-soziales Tourismus-Projekt an der Küste. Das Besondere daran ist, dass es ausschließlich von Xhosa betrieben wird, in der Community verwurzelt ist und seit seiner Gründung zum kreativen Kern und Motor der Entwicklung des bislang bitterarmen Umfelds geworden ist. Zudem stieß es weitere Projekte wie die 2007 gegründete Vorschule an und brachte neben Bildung für die Kleinen viele Menschen in Arbeit. Um dorthin zu kommen, mussten wir die Nationalstraße N2 verlassen, um dann zweieinhalb Stunden über, wie die Südafrikaner sagen, „dirtroads“ zu fahren, also staubige, teilweise sehr ruppige Pisten. Aber …

„In Awestays“ in Kapstadt

Die Campstreet 34 in Kapstadt ist aktuell unser Zuhause auf Zeit. Über airbnb haben wir für vier Wochen ein kleines Studio angemietet und fühlen uns hier richtig wohl. Etwas ungewohnt ist es für uns natürlich schon noch, einen ganzen Monat zu zweit auf knapp 20 qm zu leben. Aber das Studio ist praktisch aufgeteilt, schön eingerichtet, hat jeden Morgen Sonne auf der kleinen Terrasse, einen Zugang zum großen Garten – und die Besitzer der gesamten location in Awe Stays, Doreen und Meyer (das ist hier ein Vorname), sind richtig nett und haben viele tolle Tipps für uns. Cooles Studio in Kapstadt Hinzu kommt die absolut perfekte Lage. Wir gehen aus der Tür heraus, einmal um die Ecke – und sind in einer der coolsten Straßen von ganz Kapstadt: In der Kloof Street, die in die Long Street übergeht – beide Straßen voll mit kleinen Cafés und netten Läden. Ein Volltreffer gleich zu Beginn, was sind wir doch für Glückspilze. Freundschaftswerbung Solltet Ihr mal nach Kapstadt kommen, können wir Euch das Studio oder eine der anderen Wohnungen von Doreen sehr empfehlen: https://www.airbnb.de/rooms/123012 …

Mit der Cessna über die Namib

Ein wenig aufgeregt bin ich ja schon als wir am Sonntag um 16.30 Uhr zum kleinen Flugplatz mitten in der Wüste Namib fahren. Unser Fahrer ist gleichzeitig auch unser Pilot – und die kleine Cessna, mit der wir fliegen, steht schon auf dem Rollfeld für uns bereit. Insgesamt sind wir fünf Personen, die den Sunset-Flight in der kleinen Maschine von „Desert Air“ gebucht haben. Und weil ich ein Glückspilz bin, darf ich ganz vorne neben dem Piloten sitzen! Ich habe also einen ganz tollen Blick nach vorne und zur Seite und kann von oben auf die Wüstenlandschaft schauen, die ich so liebe. Wunderbarer Blick auf die Wüste Zu Beginn fliegen wir genau die Strecke ab, die wir am Tag zuvor mit dem Auto zurückgelegt haben, also zur Düne 45 und zum Sossusvlei. Von oben sieht das Ganze natürlich noch einmal viel beeindruckender aus. Es ist ein wunderbares rotbraunes Wüstenmeer mit vielen sanft geschwungenen Dünen. Spannend wird es als wir noch weiter fliegen und nach 120 Kilometern kurz an der Atlantikküste in den Sonnenuntergang fliegen. Unser Pilot wagt …