Alle Artikel in: nachhaltige Projekte

Nachhaltige Projekte

Don Pedro und sein Leben für den Kaffee

Schafft unser Fair-Trade-Engagement für die Kaffeebauern in Mexiko gute Lebensbedingungen? Diese Frage stellte Gudrun Krause bei der monatlichen Wunschaktion, die ich für die Reise-Seite der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung mache. Ein Leben vom und für den Kaffee Im mexikanischen San Cristobal de las Casas habe ich darüber mit dem Kaffeebauern Pedro Gomez gesprochen. Den Artikel findet Ihr auf der online-Reise-Seite der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung und in der Printausgabe von diesem Wochenende. Ein Wunsch für Kanada? Am Montag fliegen wir weiter nach Vancouver und treffen dort Lissy, die ein halbes Jahr work and travel in Kanada gemacht hat. Wir haben uns sicher viel zu erzählen. Aber natürlich erfülle ich dort auch wieder gerne einen Wunsch oder berichte für Euch über ein bestimmtes Thema. Macht doch bitte mit und schickt Eure Wünsche bis zum 2. August direkt an magazinaktion@pressenetz.de

Von Bauern, Banknoten und Teebeuteln

Was haben alltägliche Dinge wie Teebeutel, Kaffeefilter und Banknoten gemeinsam? Nun, sie werden aus Spezialpapier gemacht, das aus dem Rohstoff Abacafaser produziert wird. Abaca ist eine Pflanze, die nur auf den Philippinen wächst und aus deren Stamm lange, haarartige Fasern gewonnen werden. Die Philippinen beliefern damit nahezu allein den Weltmarkt – ein Top-Exportartikel also. Das Fatale ist nur: Die Produzenten, die philippinischen Bauern, verdienen bisher nur sehr wenig daran. Hier kommt mein Freund Matthias ins Spiel, den wir mit seiner Familie in Manila besucht haben. Nach seinem Master in Kulturgeographie hat er sich entschlossen, für die deutsche Entwicklungsarbeit tätig zu werden. Für drei Jahre betreut er auf den Philippinen mehrere Projekte. Was also lag näher, als ihm dazu ein paar Fragen zu stellen? Matthias, worum geht es bei deinen Projekten? Was sind die Ziele? Ziel ist es, die Einkommensgrundlage von Kleinbauern zu verbessern und die Produktion von Agrarprodukten (wie Abaca, Kokosöl oder Reis) nachhaltig zu gestalten. Der Großteil der philippinischen Kleinbauern besitzt nur kleine Parzellen von wenigen Hektar Land, wirtschaftet meist sehr extensiv und erreicht oftmals …

Der Wiederaufbau kommt gut voran

Nur rund 50 Sekunden dauerten die beiden verheerenden Erdbeben in Nepal am 25. April und am 12. Mai 2015. Mehr als 8.500 Menschen verloren dabei ihr Leben, über 600.000 Häuser brachen zusammen und auch viele Kulturdenkmäler wurden zerstört. Genau eineinhalb Jahre nach der Naturkatastrophe waren wir in Nepal – und auf Wunsch von Werner Gabriel aus Fürth berichten wir, wie der Wiederaufbau in Kathmandu vorankommt. Den Artikel findet Ihr auf der online-Reise-Seite der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung. Einige Bilder zum Wiederaufbau von Kulturdenkmälern in Kathmandu gibt es hier schon. Die ersten drei Fotos sind von der Boudanath-Tempelanlage, die anderen vom Durbar-Square.

Bunt, schön und gut für das Familieneinkommen

Auch in Indien habe ich für die „besondere Aktion“ wieder einen Wunsch aus der Heimat erfüllt. Dr. Susanne Langer aus Erlangen hatte eine interessante Frage zu Saris, den bunten Kleidern der indischen Frauen. Mit einer der beiden Frauen im Bild oben habe ich dazu ein kurzes Interview geführt. Das Ergebnis findet Ihr auf der online-Reise-Seite der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung. Und hier gibt es schon mal eine kleine Diashow mit Frauen in Saris:  

Tradition und Moderne in Bulungula

Fragt man Südafrikaner nach Gegenden, wo es noch „ursprünglich afrikanisch“ ist, schwärmen sie von der Wildcoast bzw. der „Transkei“.  So hieß die Region in der Apartheid-Zeit, als die rassistische Minderheits-Regierung der Weißen die schwarze Bevölkerungsmehrheit zwangsweise in so genannte „Homelands“ umgesiedelte. Es verwundert nicht, dass diese in der Regel abgeschieden lagen und karge, unfruchtbare Böden hatten. Zwischen Port Elisabeth und Durban gelegen, erstreckt sich die Wildcoast ca. 850 km entlang des Indischen Ozeans bis weit ins Landesinnere. Etwa auf halber Strecke liegt Bulungula, ein mehrfach ausgezeichnetes ökologisch-soziales Tourismus-Projekt an der Küste. Das Besondere daran ist, dass es ausschließlich von Xhosa betrieben wird, in der Community verwurzelt ist und seit seiner Gründung zum kreativen Kern und Motor der Entwicklung des bislang bitterarmen Umfelds geworden ist. Zudem stieß es weitere Projekte wie die 2007 gegründete Vorschule an und brachte neben Bildung für die Kleinen viele Menschen in Arbeit. Um dorthin zu kommen, mussten wir die Nationalstraße N2 verlassen, um dann zweieinhalb Stunden über, wie die Südafrikaner sagen, „dirtroads“ zu fahren, also staubige, teilweise sehr ruppige Pisten. Aber …

Zu Besuch bei den „African Angels“

Die Welt ist klein! Wir sind an der südafrikanischen Wild Coast im kleinen Ort Chintsa und besuchen auf eine Empfehlung hin das Schulprojekt „African Angels“. Und wen treffen wir im Klassenzimmer? Eva Böhm, eine junge Deutsche, die gerade ihr Studium für das Gymnasiallehramt abgeschlossen hat, und über ein Projekt des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg für drei Monate als Volunteer hier arbeitet. Eva Böhm unterstützt die Klassenlehrerin bei deren Arbeit mit den Erstklässlern, die aus den nahegelegenen Townships Chintsa East und Glen Eden kommen. „Diese Schule ist eine Riesenchance für die Kinder“, erklärt sie begeistert, „hier gibt es engagierte Lehrerinnen und kleine Klassen, in denen die Kinder individuell gefördert werden“. Die Schule heißt „African Angels Independent School“ und ist eine primary school für Sechs- bis Zwölfjährige. Sie ist privat finanziert und soll „Education with a Difference“ bieten. Was mit diesem Slogan gemeint ist, erklärt uns Schulleiterin Lou Billett. Sie betont, dass in der normalen ordinary school im Township die Schule zwar kostenfrei ist, dafür aber die Lehrer/innen oft nicht zum Unterricht kommen …

Townships – die andere Seite Kapstadts

Zum Straßenbild der schönen Fünfmillionen-Metropole gehören Bettler, „Kfz-Parkwächter“ und Arbeiter, die in Scharen auf der offenen Ladefläche von „Bakkies“ (Kleinlastwagen) transportiert werden – häufig Tagelöhner. Zum Haushalt der wohlhabenden Mittel- und Oberschicht gehören Angestellte, die sich um Haus, Haustiere und Garten kümmern. Allen gemeinsam ist, dass sie „Black“ oder „Coloured“ sind und trotz Arbeit oftmals an oder unter der Armutsgrenze leben. Einige siedeln in den bis zur Fußball-WM 2010 neu gebauten Wohnungen, viele aber leben nach wie vor in Townships, in schier endlosen Ansammlungen von trostlosen Holz- und Blechhütten. Wie kann das sein – 20 Jahre nach dem großen Machtwechsel? Warum hat das für afrikanische Verhältnisse vergleichsweise wohlhabende und gut entwickelte Südafrika eine so hohe Arbeitslosen- und Armutsrate? Wieso bekommt der mächtige ANC, seit 1994 einzige Regierungspartei, diese und andere Probleme wie Aids und Kriminalität nicht in den Griff? Um uns selbst ein Bild zu machen, haben wir gleich in der ersten Woche ein Township besucht: Imizamo Yethu mit 35.000 Einwohnern. Eine junge, selbstbewusste Frau aus Imizamo hat uns beide geführt. Was wir gesehen und gehört …