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Eine Woche in „Little Lhasa“

Ob Menschen, Tempel, Häuser oder Speisekarten: Im nordindischen Dharamsala, wo wir seit ein paar Tagen sind, ist fast alles von Tibet geprägt. Kein Wunder, ist der 30.000 Einwohner-Ort am Fuße des Himalaya doch seit 1959 Sitz des Dalai Lama und der tibetischen Exilregierung.

Wir sind – wie übrigens auch viele Inder – in diese Region gekommen, um der schwülen Hitze Delhis zu entfliehen und ein wenig „Sommerfrische“ in den Bergen zu suchen. Tatsächlich ist es hier deutlich kühler als in Delhi, denn Dharamsala liegt auf 1.750 Metern über dem Meeresspiegel. Doch auch hier schlägt der Monsun ganz schön zu, so dass es sehr viel regnet und wir die schneebedeckten Himalaya-Berge leider noch nicht wirklich gesehen haben.

Leichtes Trekking am Fuße des Himalaya

Eine Tages-Wanderung zum „Hausberg“ Triund haben wir gestern trotzdem gemacht und haben die wenigen Augenblicke mit guter Sicht in das wunderbare Bergland sehr genossen. Überrascht waren wir über die Massen an jungen Inderinnen und Indern, die uns auf dieser Tour begegnet sind. Die meisten von Ihnen in Flip-Flops oder leichten Turnschuhen, aber begleitet von einem Träger, der mit Zelt, Isomatte und Schlafsack bepackt ist. Der Gipfel ist ein beliebtes Ziel, um dort eine Nacht im Zelt zu verbringen. Und das lange Wochenende – am Montag wird der indische Unabhängigkeitstag gefeiert – bietet sich dafür natürlich an.

Hier ein paar Fotos von unserer kleinen Tour. Bitte einfach auf ein Bild in der Galerie klicken, dann wird es größer.

Erste Einblicke in tibetische Kultur

Unten im Ort ist von den Vorbereitungen auf den indischen Unabhängigkeitstag (15.8.) gar nichts zu merken. Das liegt sicher daran, dass wir im Ortsteil McLeod Ganj wohnen, der in Anlehnung an die tibetische Hauptstadt auch „Little Lhasa“ genannt wird. Seit 1959 lebt hier Tendzin Gyathso, der derzeitige Dalai Lama. Vor mehr als 50 Jahren ist er aus Tibet geflüchtet und hat hier neben einem großen Tempel auch den Sitz der tibetischen Exilregierung eingerichtet.

Der ganze Ort, in dem mehrere Tausend Exil-Tibeter leben, ist voll von Einrichtungen wie dem Tibet-Museum und Organisationen wie „Tibet World“ oder „Students for a free Tibet“. Wir selbst wohnen übrigens in einem Hotel, das vom tibetischen Norbulingka-Institut betrieben wird. Das Chonor-House ist direkt gegenüber des Sitzes des Dalai Lama. „His Holyness“, wie er voller Ehrfurcht genannt wird, ist aber leider in dieser Woche nicht in Dharamsala, sondern auf einer seiner vielen Reisen, bei denen er sich gewaltlos für ein freies Tibet und die Erhaltung seiner besonderen Kulturtraditionen einsetzt.

Im Tibet-Museum und bei einem Kulturabend von „Tibet World“ haben wir uns über Politik und Kultur informiert. Bitte einfach auf ein Foto in der Galerie klicken, dann wird es größer.

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