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Frühstücks-Blues und große Oper

Zwei Orte, zwei Zufälle, zweimal wundervolle Musik! Das eine Mal Blues zum Camper-Frühstück an der Mystery Bay an der wilden Küste von New South Wales. Das andere Mal eine Operngala im neuen ICC Sydney Theatre unmittelbar am Darling Harbour im Stadtzentrum. Vor etwa einer Woche lauschten wir Frank aus Brisbane, einem sympathischen Blues-und-Folk-Sänger mit seiner Gitarre. Und gestern Abend José Carreras, dem weltberühmten katalanischen Tenor, der zur Zeit auf seiner Welt-Abschiedstour „A Life in Music“ ist. So unterschiedlich beide Erlebnisse, die Orte und die Akteure waren, so ist ihnen doch eines gemeinsam: Musik bringt Menschen zusammen!

Wie kam’s dazu? Frank Stoové und seine Frau Jane lernten wir als Nachbarn auf einem sehr einfachen, aber wunderschön gelegenen Campground kennen. Frank spielte abends und morgens fleißig auf seiner Gitarre, und Elke meinte, er erinnere sie ein wenig an Eric Clapton…

Bluesmusik vor dem Campervan

Ich sprach ihn morgens darauf an – und nach kurzer Zeit saßen alle vor unserem Camper und wir bekamen Kostproben aus seinem Repertoire zu hören, verbunden mit guten Gesprächen und heißem Kaffee. Dabei stellte sich heraus, dass auch Frank und Jane leidenschaftlich gerne segeln und über zwanzig Jahre lang auf einem Segelboot gelebt haben. Die CD, die wir zum Abschied bekamen, hörten wir gleich darauf mit großem Vergnügen bei unserer Weiterfahrt gen Norden.

Entspannte Runde mit Frank und Jane:

Operngala im Konzerthaus

Zur Carreras-Gala kam wir durch einen weitere zufällige Begegnung: Bei einer kleinen Wanderung durch die Blue Mountains nordwestlich von Sydney lernten wir Peter Schneekloth aus Hamburg kennen. Beim Gespräch stellte sich heraus, dass er Tonmeister ist und seit nunmehr 16 Jahren José Carreras auf seinen Konzert-Tourneen als „Profi für den guten Klang“ begleitet, also am Mischpult steht. Als er erfuhr, dass wir auf unserer Weltreise demnächst auch Südamerika besuchen werden, lud er uns spontan auf ein Konzert nach Buenos Aires ein. Dass es dann doch Sydney wurde, lag schlicht daran, dass wir am darauf folgenden Samstag ohnehin in Sydney waren…

Herzliches Treffen mit Peter an seinem Arbeitsplatz:

Der Opernabend war ein tolles Erlebnis! Mit den zwei vorzüglichen Gästekarten, die er für uns zurücklegen ließ (sie wären übrigens sündhaft teuer gewesen), konnten wir – dieses Mal mit etwa 4.000 anderen – der Operngala lauschen. Natürlich stand der berühmte Tenor ganz im Zentrum der sehr populär inszenierten, mit riesigen Bildern aus seinem langen Sängerleben illustrierten Show, ist er doch mit 70 Jahren auf seiner Abschiedstour. Obwohl wir beide keine Opernfreaks sind, haben wir großen Respekt vor seinem Lebenswerk und konnten ganz entspannt das Poutpourri aus berühmten, eingängigen Opernarien genießen. Begleitet wurde der Star von Antoinette Halloran, einer jungen australischen Sopranistin, und dem Melbourne Symphony Orchestra unter der Leitung von David Giménez.

Wie wir von Peter, unserem großzügigen Gastgeber erfuhren, geht die Tournee in den nächsten Tagen nach Perth und Melbourne, dann über Seoul und weitere Stationen in Asien schließlich nach Südamerika. Dort werden dann ganze Sportstadien gefüllt sein, mit bis zu 40.000 Zuhörern. Von Peter verabschieden wir uns mit dem gemeinsamen Wunsch, uns irgendwo und irgendwann in Südamerika wieder zu treffen. Hoffentlich klappt’s!

Gefeierter Jose Carreras beim Konzert in Sydney:

3 Kommentare

  1. Pingback: Kleiner Camper, große Freiheit: Unser Roadtrip von Melbourne nach Sydney | WELTREISE-logbuch.de

  2. Wolfgang Eckart sagt

    Danke für deine Rückmeldung! Wieso dann noch 10 Jahre warten? Elke wäre dafür eigentlich auch „zu jung“, hat aber eine Auszeit genommen und wird danach eine andere Arbeit aufnehmen. Und so teuer, wie alle meinen, ist so eine Weltreise gar nicht – wenn man nicht überzogene Ansprüche an Komfort etc. hat. See you!

  3. Norbert sagt

    Sagenhaft, was Ihr alles erlebt auf Eurer Tour.
    Wenn ich in ca. 3 Jahren in Altersteilzeit gehe, will ich das auch machen.
    Allerdings muss ich dann nochmal 10 Jahre warten bis Wilma mit kann 🙂

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