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Gutes Karma und Nirwana

Ob Buddhismus oder Hinduismus, wichtig ist das gute Karma! Auf diesen einfachen – und sicher viel zu verkürzten – Nenner habe ich für mich die beiden großen Religionen bzw. spirituellen Lehren Asiens gebracht.

Das Wort Karma kommt aus dem Sanskrit und bezeichnet ein „Konzept, nach dem jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat. Diese Folge muss nicht unbedingt im gegenwärtigen Leben wirksam werden, sondern sie kann sich möglicherweise erst in einem zukünftigen Leben manifestieren.“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Karma)

Immer wieder neu geboren?

Einfach ausgedrückt heißt das: Alles, was Du in diesem Leben tust, hat Auswirkungen auf Dein nächstes Leben. Denn sowohl die Hindus als auch die Buddhisten glauben an eine Wiedergeburt. Deshalb müssen sie in diesem Leben möglichst viel gutes Karma ansammeln, um dann in ihrem nächsten Leben eine bessere Ausgangsposition zu haben. Die Buddhisten streben dabei übrigens das Nirwana an, das vollkommene Erlöschen. Ihr Ziel ist es, den Kreislauf des Lebens, des Leidens und der Wiedergeburten zu beenden und den Zustand des Erwachens zu erreichen. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Nirwana)

Wenn man an Wiedergeburten glaubt – was ich nicht tue – ist das alles ein ganz interessantes Konzept. Führt es doch zu einem wohldefinierten sozialen Zusammenleben mit Regeln wie „nicht lügen, nicht stehlen, nicht töten“ und großzügigen Spenden an Mönche und Klöster. Alles in allem also sehr ähnlich wie die Zehn Gebote oder der kategorische Imperativ von Kant im westlichen Kulturkreis.

Selbst schuld am schlechten Karma?

Gleichzeitig hatte ich aber auch den Eindruck, dass der Glaube an Karma auch die großen Unterschiede zwischen Reich und Arm zementiert oder gar noch verstärkt. Denn schließlich hat jemand, der auf der Straße lebt, ein schlechtes Karma – und das hat er oder sie ja in seinen zahlreichen Vorleben selbst erworben und damit auch selbst verschuldet. Eine komplizierte Angelegenheit…

Auf Sri Lanka spielt Religion eine wichtige Rolle – knapp 70 Prozent der Bevölkerung sind Buddhisten, rund 15 Prozent Hindus, acht Prozent Muslime und noch einmal acht Prozent Christen. Alle leben friedlich zusammen seitdem der Bürgerkrieg zwischen Singhalesen und Tamilen, der von 1983 bis 2009 dauerte, beendet ist.

Wunderbare Tempel

Bei unserer Reise durch das Land haben wir viele wunderbare Tempel gesehen, die Zeugnis der tiefen Religiosität der Bevölkerung ablegen. Immer waren sie gut besucht von Gläubigen, die im Tempel beteten, sich den Segen holten und bunte Blumen als Opfergaben brachten.

Hier mal ziemlich viele Bilder von buddhistischen Tempeln auf Sri Lanka und einige wenige von hinduistischen Tempeln. Bitte einfach auf die Fotos in der Galerie klicken, dann werden sie größer.

P.S.: Die Mädels sind schon wieder in Deutschland – und wir fliegen am Freitag weiter nach Nepal zu einer leichten Trekking-Tour. Natürlich berichten wir auch wieder von dort, falls es die WLAN-Verbindung zulässt.

1 Kommentare

  1. Röttger, Siegi und Eugen sagt

    Liebe Weltreisende,
    nachdem Sie uns immer mit interessanten Berichten und Fotos versorgen, möchten wir Ihnen bestätigen, daß Sie viel für Ihr gutes KARMA getan haben. Vielen Dank von den ehemaligen Nachbarn..
    Gute Weiterreise nach Nepal. Und wenn Sie dem Yeti begegnen: Er ist sehr scheu, aber auch sehr friedliebend.
    Siegi und Eugen R.
    PS: In der Torwartstr. (also dort, wo Sie mal wohnten – Sie erinnern sich noch?) ist alles i. O.

Wir freuen uns über Eure Kommentare!

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