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¿¡Hablamos Español!?

Es fühlt sich an wie ein Schritt zurück in die Schulzeit: Morgens am Frühstückstisch noch schnell die Hausaufgaben machen, in ziemlicher Eile die Tasche packen und im Laufschritt aus dem Haus gehen. Sobald wir in den Räumen der kleinen Sprachenschule im 11. Stock. angekommen sind, ist es dann aber anders: Unsere Lehrerinnen begrüßen uns mit einem Küsschen auf die Wange und kochen uns einen Tee. Erst dann geht es ans Spanischlernen in der engagierten Sprachenschule ‚portenismia‚ in Buenos Aires, bei der wir gerade einen zweiwöchigen Intensivkurs machen.

Beide nehmen wir Einzelunterricht, denn Wolfgang fängt eine neue Sprache an, während ich vor fast 30 Jahren schon einmal einen Spanischkurs an der Uni besucht habe. Natürlich ist davon kaum noch was da, aber an der einen oder anderen Stelle tauchen dann doch etliche Vokabeln und sogar ein bisschen Grammatik auf, an die ich mich erinnern kann. Alles andere lernen wir spielerisch mit kleinen Kärtchen:

Persönliche Atmosphäre

In jeder Stunde hat meine Lehrerin Ludmila einen neuen Briefumschlag dabei und holt gelbe, blaue oder rote Kärtchen mit bunten Bildern heraus. Jedes Kuvert steht für einen anderen Bereich, heute habe ich zum Beispiel mit roten Kärtchen neue Adjektive kennengelernt, mit denen ich Personen beschreiben kann.

„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ (Ludwig Wittgenstein)

Gestern waren es blaue Kärtchen, die alle etwas mit dem Thema „Reisen“ zu tun hatten. Bei der anschließenden Konversation erfährt Ludmilla deshalb jede Menge über unsere Weltreise (viaje al mundo), unser Gepäck (equipaje), unsere Fortbewegungsmittel von der U-Bahn (subte) über den Bus (collectivo) bis zum Flugzeug (avion) oder über unsere Essgewohnheiten: „somos vegetarianos“, was im Steakland Argentinien gar nicht so leicht ist. Immerhin führt das aber dazu, dass wir im Lokal viel reden müssen und so unser Spanisch üben.

Voller Einsatz: Ludmila (oben) und Michaela (unten) bringen uns Spanisch bei

Lernen mit Spaß

Besonders gern gelernt haben wir am Karfreitag. Auf Wolfgangs Vorschlag hin nutzten wir das schöne Wetter und die feiertägliche Ruhe in der Stadt und machten einen Ausflug mit dem Fahrrad. Ich weiß seitdem, dass paramos „wir halten an“ heißt, und Wolfgang kann nun die ziemlich komplizierten Worte für rechts (a la derecha), links (a la izquierda) und geradeaus (todo derecho) bestens auseinander halten. Dass es dabei ziemlich lustig zuging, seht Ihr hier:

Vamos a ver

Wie weit wir mit unseren neuen Sprachkenntnissen kommen, wird sich in den nächsten Wochen zeigen: „vamos a ver“ würde man hier sagen.  Ab Mai sind wir auf jeden Fall darauf angewiesen, dass wir uns verständigen können. Denn wir wollen noch etliche Länder in Lateinamerika bereisen und können vor allem in ländlichen Regionen nicht darauf bauen, dass jemand Englisch spricht. In Buenos Aires ist das übrigens kein Problem: Etliche – vor allem junge – Menschen sprechen gut Englisch. Unsere Lehrerinnen Ludmilla und Michaela sowie die beiden „Directoras“ von portenisima, Caro und Mayo, natürlich auch.

 

2 Kommentare

  1. gUDRUN sagt

    Hört sich nach richtig Spaß an, eure Sprachkurse !
    Continuad ! …y todo recto !🙄Vencereís!

Wir freuen uns über Eure Kommentare!

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