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In 19 Monaten um die Welt

Juhu! Wir sind „Weltentdecker des Monats“ im bekannten Reiseblog www.wetravelthworld.de. Schaut doch mal rein – dort gibt es auch noch viele andere außergewöhnliche Reiseberichte sowie Tipps für Vielreisende. Und hier ein Auszug aus dem Interview mit uns. Für alle, die schon lange auf eine kleine Bilanz unserer Weltreise gewartet haben.

Wann wir gemerkt haben, dass wir definitiv mit dem Travelbug infiziert sind:

Wir wurden beide – unabhängig voneinander – schon sehr früh mit dem Reisevirus infiziert. Elke liebt von klein auf Wüstenlandschaften, Wolfgang segelt seit jungen Jahren und träumte stets von einer Weltumsegelung.

Elke kommt aus einer oberfränkischen Kleinstadt und fuhr als Kind mit ihren Eltern immer in den gleichen Urlaubsort in Oberbayern. Ihr erster Flug ging deshalb mit Anfang 20 nach Mexiko, wo sie zwei Monate als Backpackerin unterwegs war.

Auch Wolfgang brach, sobald er konnte, aus dem engen elterlichen Reisehorizont aus und machte sich auf den Weg nach Skandinavien und Irland, später dann in die USA.

Die Idee für unsere gemeinsame Weltreise hatten wir in Kambodscha, als wir unseren Freund Matthias besuchten. Der war dort für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) aktiv und ermöglichte uns ungewöhnliche Einblicke in das Land.

Nach diesen zwei eindrucksvollen – aber viel zu kurzen Wochen – war uns klar: Sobald wie möglich brechen wir selbst zu einer langen Reise auf, bei der wir uns so viel Zeit für Land und Leute nehmen können wie wir brauchen, um auch in das Alltagsleben und die Kultur eines fremden Landes einzutauchen.

Matthias und seine Frau Lilly leben inzwischen mit ihrem kleinen Sohn Leo auf den Philippinen. Klar, dass wir sie bei unserer Reise um die Welt auch in Makati besucht haben – und uns auch die Reisterrassen in Banaue angeschaut haben.

Reisterrassen von Banaue

Was unsere längste Reise war:

Unsere längste Reise war natürlich unsere Weltreise: 19 Monate waren wir nonstop unterwegs – von April 2016 bis Ende Oktober 2017. Elke hat dafür ihren sicheren Job als Pressesprecherin einer großen Hochschule gekündigt, Wolfgang verkaufte das Auto, vermietete das Haus und brach unmittelbar nach seiner Pensionierung zusammen mit Elke auf.

Ab ging’s mit einem One-Way-Ticket in das Wüstenland im Süden Afrikas, nach Namibia. Hier waren wir mit einem Offroader unterwegs und schliefen im Dachzelt des Autos.

Offroader mit Dachzelt in Namibia

Danach haben wir „auf Sicht geplant“, also von Etappe zu Etappe entschieden, wo wir als Nächstes hinwollen. Die am weitesten entfernte Punkte auf unserer Reise waren Orte in Australien, insbesondere Melbourne und Sydney. Allerdings sagt die reine Distanz nichts darüber aus, wie fern – und fremdartig – uns Land und Leute sein können.

Trotz der großen Entfernung war uns diese Kultur vertraut, wir fühlten uns dort schnell zuhause. Wolfgang wäre auch gerne dortgeblieben. Elke würde allerdings lieber in Kapstadt leben…

Was unser lustigstes Reiseerlebnis war:

Besonders schöne Sommertage verlebten wir auf Hornby Island, einer sehr kleinen Insel vor Vancouver Island in Kanada. Wir besuchten Eliza und Roy, bei denen unsere Tochter Lisa Maria kurz zuvor zwei Nächte Couchsurfen war.

Haus mit Garten auf Hornby Island

Auch wir wohnten ein paar Tage bei den beiden und dann boten sie uns spontan an, dass wir während ihres eigenen Urlaubs Haus und Hof hüten können. Dafür mussten wir nur den Garten gießen und Hund, Katze und Hühner füttern.

Kurz zuvor war ihnen allerdings ein Huhn davongelaufen, wir sollten also gut aufpassen. Wolfgang liebte es, die Hühner regelmäßig zu füttern – und das sprach sich offenbar schnell herum. Als wir uns am Tag unserer Abreise schon verabschiedet hatten und losfahren wollten, kam plötzlich ein Huhn um die Ecke: Das verlorene Huhn war zurückgekehrt!

Das verlorene Huhn kehr zurück.

Was auf all unseren Reisen immer dabei sein muss:

Elke: Bei mir ist es Cäcilia, eine kunterbunte, vorlaute Stoffgiraffe aus dem Senegal. Sie ist mittlerweile sehr reiseerfahren und hat schon viel von der Welt gesehen. In Deutschland langweilt sie sich ziemlich und deshalb quängelt sie und drängt auf erneuten Aufbruch in die große weite Welt…

Wolfgang: Ich bin süchtig nach Musik und reise deshalb nicht ohne meinen kleinen Reiselautsprecher. Damit kann ich überall meine Lieblingsmusik hören – auch und gerade in den entlegensten Gebieten. Mein Credo: Bach geht eigentlich überall, am besten aber in grandiosen Landschaften.

Stoffgiraffe, Lautsprecher und Weltkarte

Mit welchem Gepäckstück wir reisen:

Wir reisen beide mit einer Rollenreisetasche von Vaude – Wolfgang hat die große, Elke die kleine. Für 19 Monate Weltreise hatten wir jeweils auch noch einen mittelgroßen Rucksack für Wanderungen dabei. In dem war immer unser Leicht-Schlafsack, eine Regenjacke und eine Zahnbürste – also eine Ausrüstung für den „Notfall“, der übrigens nie eingetreten ist.

Wolfgang Eckart und Elke Zapf aus Nürnberg reisten in 19 Monaten um die Welt.

Was unser größter Reisetraum ist:

Nach der Weltreise ist vor der Weltreise. Deshalb planen wir, künftig mindestens drei Monate im Jahr unterwegs zu sein, sei es mit einem Segelboot oder mit einem orangenen VW-Bus quer durch Europa. Traumziele haben wir natürlich auch noch: Allen voran wollen wir 2019 per Schiff von Patagonien in die Antarktis. Aber auch eine Reise in den Iran oder nach Äthiopien steht ganz oben auf unserer Agenda.

Was uns noch wichtig ist:

Die Weltreise war die beste Entscheidung unseres Lebens – und wir kommen nicht mehr los vom Reisevirus. Besonders wichtig für uns war, dass wir ohne festen Plan gereist sind – und so dem Zufall eine Chance geben konnte.

Die besten Begegnungen mit den interessantesten Menschen sind nur dadurch entstanden. Zum Beispiel das „Haus-Hüten“ auf Hornby Island oder eine sehr besondere Situation in Südafrika, wo wir in Bulungula an der „Wild Coast“ zufällig einen zeremoniellen Hüttenbau miterlebt haben.

Xhosa-Frau in Südafrika

Männer und Frauen bauen eine Hütte in Bulungula

Wir haben auch sonst vieles ausprobiert und viele tolle Menschen kennengelernt. Vor allem, wenn wir mal länger an einem Ort waren. Zum Beispiel haben wir uns in Kapstadt und in Melbourne jeweils für einen ganzen Monat eine Wohnung gemietet.

Und in Hanoi waren wir eine ganze Woche und hatten so die Zeit, einen Kochkurs zu machen. Sehr lecker! Übrigens haben wir auch als  Vegetarier haben fast immer und überall gut gegessen.

Zutaten für ein leckeres vietnamesisches Gericht

 

 

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