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Zu Fuß im laotischen Bergland

Nach den entspannten Tagen in Luang Prabang fahren wir weiter nördlich ins Bergland von Laos, um dort für ein paar Tage zu wandern und abgelegene Bergdörfer zu besuchen. Interessant ist diese Region durch die dort lebenden Hmong, eine von nicht weniger als 49 Ethnien im Vielvölkerstaat Laos. Da jede dieser Ethnien ihre eigene Sprache spricht, viele der Bergbauern zudem kein Laotisch können, ist es wichtig, einen Guide zu haben, der ihre Sprache beherrscht. Mit Sii, einem jungen Mann aus der Nähe von Luang Prabang, haben wir Glück. Er spricht nicht nur Hmong, sondern auch recht gut Englisch und kennt sich mit der Natur und den ländlichen Lebensweisen hier oben gut aus. Von Nong Khiaw, einer schön am Nam Ou Fluss und inmitten einer eindrucksvollen Felslandschaft gelegenen Kleinstadt, machen wir uns auf den Weg. Die Sonne brennt schon am frühen Vormittag erbarmungslos, als wir unsere Wanderung durch Reisfelder beginnen. So sind wir dankbar, dass wir schon bald den Dschungel erreichen, der uns für die nächsten Stunden vor der prallen Sonne schützen wird. Allerdings schauen wir zunächst …

Buddhistische Klöster und französische Cafés

Im Norden von Laos liegt eine Stadt mit ganz viel Charme: Luang Prabang. Früher mal Sitz des laotischen Königshauses und Hauptstadt des französischen Protektorats Laos, heute Provinzhauptstadt und Touristenattraktion in malerischer Lage direkt am Zusammenfluss von Mekong und Nam Khan River. Zwischen den beiden Flüssen gibt es eine schmale Halbinsel, und auf dieser liegt das charmante historische Zentrum mit laotischen Holzhäusern und französisch-kolonialen Steinhäusern. Kein Wunder, dass die UNESCO im Jahr 1995 die Stadt zum Weltkulturerbe erklärt hat. Unser Hotel ist ein wenig außerhalb, hat aber zum Glück Leihfahrräder. Wir schwingen uns also vier Tage lang gleich nach dem Frühstück auf unsere Drahtesel, radeln hoch in die Altstadt, schauen uns eines der buddhistischen Klöster ausführlich an und gönnen uns danach einen Cappuccino und ein Croissant im französischen Café. Nach etlichen Monaten in Asien und ganz viel Tee und Rührei zum Frühstück ist das eine willkommene und leckere Abwechslung… Danach bummeln wir durch die netten kleinen Läden, schauen uns die schönen alten Häuser an, gehen ins Royal Palace Museum oder ins ethnologische Museum, sitzen im Park …

Mönche im Morgengrauen

Um 3.26 Uhr werde ich das erste Mal wach. Unser Hotel im laotischen Luang Prabang liegt direkt neben dem Vat Meuna, einem buddhistischen Kloster, – und ein Mönch weckt um diese Zeit mit einem Gong und Gesang die Novizen. Knapp eine Stunde später klingelt auch bei uns der Wecker, denn wir wollen zum morgendlichen Almosengang der Mönche in der Hauptstraße der Altstadt gehen. Dag bat heißt diese buddhistische Zeremonie, bei der im Morgengrauen eine lange Reihe von Mönchen durch die Straßen schreitet und Essensgaben von Gläubigen entgegennimmt. Durch die Gabe von Almosen können Theravada-Buddhisten ihr Karma verbessern, sowohl die Gläubigen als auch die Mönche profitieren also von diesem Ritual. So weit die Theorie. In der Praxis sieht das allerdings inzwischen etwas anders aus. Als wir morgens um 5.00 Uhr in der Sakkarine Road ankommen, treffen wir zunächst auf Straßenhändlerinnen. Sie verkaufen kleine Körbe mit sticky rice und Schalen mit bunten Keksen, die als Opfergabe für die Mönche gedacht sind. Da außer uns noch niemand zu sehen ist – unser Hotel hat uns leider eine Stunde …