Alle Artikel mit dem Schlagwort: Namibia

Im afrikanischen Fünf-Länder-Eck

Über den „Trans-Caprivi-Highway“ haben wir Namibia inzwischen verlassen. Wir waren zwei Tage in einer Lodge in Botswana und sind nun noch zwei Tage in einem Guesthouse in Simbabwe. Im wahrsten Sinne des Wortes haben wir dabei in den letzten Tagen etliche Grenzerfahrungen gemacht: In Namibia saßen wir am  Okovango und schauten auf das andere Ufer in Angola. Am Chobe-River lernten wir beim Grenzübertritt von Namibia nach Botswana die nette, aber umständliche afrikanische  Bürokratie kennen. Und hier am Sambesi-Fluss sind wir in Simbabwe und könnten über die berühmte historische  Eisenbrücke bei den Victoria-Fällen direkt nach Sambia laufen. Alles klar? Hier ein paar Bilder aus dem Chobe-Nationalpark in Botswana und von den Victoria-Fällen in Simbabwe. Bitte einfach auf ein Bild in der Galerie klicken, dann wird es größer.

„Licht und Schatten in Namibia“ von Anna Mandus

Namibia hat mehr als hohe Dünen, wilde Tiere und weite Landschaften zu bieten. Wer als Reisender hinter die Kulissen blicken und mehr über den Alltag und das öffentliche Leben erfahren will, dem sei ein Buch von Anna Mandus empfohlen: In flott geschriebenen Kapiteln beleuchtet sie die Realität Namibias aus der Sicht einer Deutschen, die 2008 hierher gezogen ist, um einen waschechten „Südwester“ zu heiraten. Mit Humor und ironischem Blick auf typische Namibia-Klischees (so die Schwarzwälder-Kirschtorte, die als Relikt aus der deutschen Kolonialzeit übriggeblieben ist), gelingt es ihr, ein sympathisches, bisweilen aber auch schonungsloses Bild der Verhältnisse zu zeichnen: Hohe Arbeitslosigkeit erzeugt, wie andernorts auch, hohe Kriminalitätsraten, Aids und Alkoholismus plagen das Land. Traditionelles  Stammesdenken und patriarchalische Strukturen prägen das Leben der Schwarzen. Währenddessen bauen die Deutschen hohe Mauern um ihre Grundstücke und schicken ihre Kinder in Schulen, um dort Gedichte aus der Romantik zu interpretieren, aber kaum etwas über die aktuelle politische Situation in Deutschland und Europa zu erfahren. Zugleich schildert sie zahlreiche positive Entwicklungen: Wie die Frauen Namibias sich zu einer neuen Elite formieren, …

„beautiful four“ statt „big five“

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Und deshalb lassen wir nach unseren zwei Tagen im Etosha-Nationalpark auch mal nur die Bilder sprechen. Bei unserer Foto-Safari haben wir unsere ganz persönlichen „beautiful four“ gesehen: Springböcke, Zebras, Giraffen und Elefanten. Was für ein tierisches Erlebnis! Bitte einfach auf ein Bild in der Galerie klicken, dann wird es größer.

Kreative Armreifen der Himba

Sie sind schwarz und weiß, und ganz einfache Muster wie Pfeile oder Fische sind eingeritzt: Die Armreifen der afrikanischen Himba-Frauen, die sie selbst gerne tragen und natürlich auch an Touristinnen und Touristen verkaufen. Ich habe den schönen Schmuck an einer Tankstelle mitten in der Wüste entdeckt – und musste mir natürlich gleich drei Stück kaufen. Witzigerweise dachte ich zunächst, sie seien aus Horn gefertigt. Schließlich sind die Himba ein Volk, das noch sehr ursprünglich lebt. Doch in Swakopmund habe ich mich schlau gemacht. Und seitdem weiß ich, dass der Armschmuck aus Plastikrohren gemacht wird. Wenn das nicht kreativ ist…

„Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“ von Benno Martin

Zweieinhalb Jahre Kampf ums Überleben in der Wüste. Zwei deutsche Geologen, die sich seit 1935 zu Forschungszwecken in Namibia aufhalten, verstecken sich 1940 in einem abgelegenen Canyongebiet, um der Internierung durch die südafrikanische Mandatsmacht zu entgehen. In seinem packend geschriebenen Buch beschreibt Benno Martin, wie er, sein Freund und Kollege Hermann Korn und Otto, ihr Hund, in einer extrem menschenfeindlichen Umgebung tagtäglich ums Überleben kämpfen, aber auch, wie sehr sie an dieser Herausforderung wachsen. Gleichzeitig, und das macht dieses Buch wirklich lesenswert, reflektieren sie ihre Situation als „Aussteiger“ zivilisationskritisch: Während Nazi-Deutschland Europa überfällt und brutal unterwirft (was sie von Zeit zu Zeit im Radio verfolgen können), fragen sie sich aus der Sicht unfreiwilliger „Buschmänner“, wie weit es Europa mit seiner Kultur und Zivilisation gebracht hat. Sie können nur deshalb zweieinhalb Jahre im Kuiseb-Canyon überleben, weil sie als Geologen die Gegend schon gut kannten, aber auch, weil sie sich völlig an die Natur anpassten und von ihr lernten. Noch vor Kriegsende mussten sie aber aufgeben, da einer der beiden wegen Vitaminmangel schwer erkrankte. Schlussendlich wurden beide angesehene …

Dachzelt vom Feinsten in Namibia

Quadratisch, praktisch, gut. Was in Deutschland eine Werbung für Schokolade ist, könnte in Namibia ein Slogan für das Dachzelt auf dem Toyota Hilux sein. Wer einmal den Aufbau-Trick raus hat, baut das Dachzelt tatsächlich in einer Viertelstunde auf. Und abends kann man dann schnell auf das Dach des Autos klettern, sich im Schlafsack einkuscheln und sehr gemütlich und naturnah schlafen. Die Campsites in Namibia sind übrigens    nicht zu vergleichen mit einem deutschen Campingplatz. Die Natur ist ohnehin viel weiter, doch auch die Stellplätze sind großzügig und sehr schön angelegt – mit eigener Dusche, eigenem Kochplatz und eigener Feuerstelle. Wir fühlen uns richtig wohl!

Mit der Cessna über die Namib

Ein wenig aufgeregt bin ich ja schon als wir am Sonntag um 16.30 Uhr zum kleinen Flugplatz mitten in der Wüste Namib fahren. Unser Fahrer ist gleichzeitig auch unser Pilot – und die kleine Cessna, mit der wir fliegen, steht schon auf dem Rollfeld für uns bereit. Insgesamt sind wir fünf Personen, die den Sunset-Flight in der kleinen Maschine von „Desert Air“ gebucht haben. Und weil ich ein Glückspilz bin, darf ich ganz vorne neben dem Piloten sitzen! Ich habe also einen ganz tollen Blick nach vorne und zur Seite und kann von oben auf die Wüstenlandschaft schauen, die ich so liebe. Wunderbarer Blick auf die Wüste Zu Beginn fliegen wir genau die Strecke ab, die wir am Tag zuvor mit dem Auto zurückgelegt haben, also zur Düne 45 und zum Sossusvlei. Von oben sieht das Ganze natürlich noch einmal viel beeindruckender aus. Es ist ein wunderbares rotbraunes Wüstenmeer mit vielen sanft geschwungenen Dünen. Spannend wird es als wir noch weiter fliegen und nach 120 Kilometern kurz an der Atlantikküste in den Sonnenuntergang fliegen. Unser Pilot wagt …

„Namtib Desert Lodge“ am Rand der Namib-Wüste

Sie liegt auf halbem Weg zwischen dem Fish River Canyon und dem Sossusvlei – und ist eine ganz besonders charmante Unterkunft: die „Namtib Desert Lodge“. Am Rand der Namibwüste haben Linn und Thorsten Theile eine echte Oase für Reisende geschaffen. Das Ehepaar betreibt eine 16.400 Hektar große Farm, die als Biosphärenreservat angelegt ist und einen tollen Einblick in Fauna und Flora bietet. Für Reisende gibt es kleine Bungalows, die sehr liebevoll gestaltet sind. Wir haben uns in den zwei Nächten, die wir hier verbracht haben, besonders wohl gefühlt. Wichtiger Pluspunkt der Lodge: Abends sitzen alle Gäste zusammen an einem großen Tisch beim leckeren Abendessen. Wenn man Glück hat  – und wir hatten es – sind die anderen Gäste interessant, und es ergeben sich intensive Gespräche. Wir haben zum Beispiel viel über die politischen Verhältnisse in Namibia gelernt. Mehr Infos: www.namtib.net Bitte einfach auf die Bilder klicken, dann werden sie größer.

Vom Urlauben zum Reisen

Die erste Woche von zwei Jahren Reisezeit. Noch fühlt es sich mehr wie Urlaub an, zumal unsere Namibia-Tour ja weitgehend durchgeplant ist – zumindest im Hinblick auf Routenwahl und Unterkünfte. Was sehr schnell wächst, ist die Distanz zu der Zeit vor unserer Abreise, zu unserem Leben und Arbeiten in Nürnberg. Es ist schon überraschend, wie rasch an Bedeutung verliert, was jahrelang selbstverständlich war: Haus, Job, Auto. Nichts davon scheint jetzt noch wirklich wichtig. Um so mehr freuen wir uns über jeden Kontakt mit Familie und Freunden. Sie sind und bleiben für uns natürlich sehr wichtig. Das wäre ohne die digitalen Wege so rasch und direkt nicht möglich, macht aber abhängig vom örtlichen WiFi und verleitet zu dem, was wir „früher“ selbst gerne kritisiert haben: dem häufigen Gebrauch unserer Smartphones und Tablets. Was haben wir bislang in Namibia erlebt? Was uns als Städter begeistert, sind die unglaublichen Weiten, die – eigentlich rauen und unwirtlichen – Landschaften, die so anders sind als das, was wir als Mitteleuropäer kennen. Trotz Tourismus: Das Land ist ungezähmt und wird es …

Guter Auftakt in Namibia

Nach zehn Stunden Flug und knapp 8.600 km liegt eine vierwöchige Reise durch Namibia vor uns. Schon jetzt sind wir begeistert vom roten Sand, der weiten Landschaft, den freundlichen Menschen – und unserem Off-Roader. Nicht ganz so gut ist dagegen die Anbindung an WLAN. Es kann also sein, dass wir uns nicht so oft melden wie versprochen…