Alle Artikel mit dem Schlagwort: Südafrika

4.000 Kilometer „Reisen auf Sicht“

Von Nürnberg ans Kaspische Meer: Nie im Leben kämen wir auf die Idee, diese Strecke mit dem Auto zurückzulegen, denn es sind mehr als 4.000 Kilometer. In Südafrika dagegen suchen wir uns in Kapstadt einen robusten Mietwagen aus – zum Glück ohne Kilometerbegrenzung – fahren los, und haben dreieinhalb Wochen später mal eben 4.000 Kilometer zurückgelegt. Kein Wunder, sind wir doch vom Kap bis zum Krüger-Park gefahren. Dies alles ohne große Planung, getreu unserem Motto, dass wir „auf Sicht reisen“ wollen. Was heißt das genau? Nun ja: Wir machen – anders als das bisher in unser beider Leben war – keinen großen „Masterplan“, sondern überlegen uns eigentlich immer nur das nächste Ziel und eine ganz grobe Richtung. Hier in Südafrika haben wir nach den vier Wochen „festem Wohnsitz“ in Kapstadt damit begonnen und sind im wahrsten Sinne des Wortes gut damit gefahren. Treffpunkt Port Elizabeth Zunächst einmal sind wir von Kapstadt aus jedoch getrennte Wege gegangen: Ich habe mit Heike sehr genau durchgetaktet einen Teil der Gardenroute gemacht – von Kapstadt über Hermanus nach Knysna …

Markt-Bilder und Postkarten

Zwei Wunsch-Mails aus der „besonderen Aktion“ sprechen mich besonders an, so dass ich sie möglichst kontinuierlich umsetzen will. (Super)Markt-Bilder aus der Welt Monika Wiedenhöfer aus Nürnberg hatte Anfang Mai gemailt: „Wenn ich auf Reisen bin, muss ich immer in einen lokalen Supermarkt, um die landestypischen Lebensmittel und Verpackungen kennen zu lernen. Ich wünsche mir aus Kapstadt – und aus möglichst vielen anderen Orten – ein Bild eines Supermarktregals.“ Postkarten in die Heimat Und Michael Klisa aus Amberg schreibt im Juni: „Wäre es möglich, dass ihr immer mal wieder meiner Mutter eine Postkarte schickt? Sie ist doch schon in einem gewissen Alter, wo sie nicht mehr in Urlaub fahren kann – früher aber gerne verreist ist!“ Fotogalerien auf Facebook-Seite Die erste Postkarte ist geschrieben – und auch ein paar Fotos von (Super)Märkten und anderen Einkaufssituationen findet Ihr schon auf der GuteReise-Facebook-Seite der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung. Schaut doch immer wieder mal rein.

Ein Klavier, ein Klavier!

Der zweite Wunsch aus der „besonderen Aktion“ ist erfüllt. Als wir an der südafrikanischen „Wild Coast“ sind, erreicht mich der Wunsch der „wilden Hilde“. Die Nürnberger Swingpianistin Hildegard Pohl schreibt:  „Ich wünsche mir Bilder von Klavieren oder Flügeln aus Südafrika.“ Wie und wo ich fündig geworden bin, lest Ihr auf der online-Reise-Seite der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung.

„The Concierge“ in Durban

Ein echt cooles Quartier haben wir in Durban: Das „The Concierge“, ein kleines Boutique-Hotel mit nur acht Zimmern, die sehr schön und individuell eingerichtet sind. Natürliche Holzmöbel kombiniert mit stylishen Accessoires, einem schwarzen Bad und einer kleinen Terrasse mit Korbstuhl und Kissen. Besonders ist auch das kleine „Freedom-Café“, in dem wir unser leckeres Frühstück bekommen. Leider hat es nur bis nachmittags offen, es sei denn es findet eine besondere Feier in dieser location statt. Als wir ankommen ist hier zum Beispiel eine so genannte birth shower – ein Event, das ich so aus Deutschland nicht kenne: Eine hochschwangere Frau feiert mit all ihren Freundinnen das freudige Ereignis, das offenkundig bald bevorsteht. Die Deko ist sehr rosa, so dass es wohl ein Mädchen wird. Und alle Freundinnen haben große Tüten mit Geschenken für Mutter und Kind dabei… Was für ein netter Brauch! Mehr Infos: www.the-concierge.co.za Bitte einfach auf ein Bild in der Galerie klicken, dann wird es größer.

Bunte Körbe aus Telefonkabeln

Schöne Dinge aus Recyclingmaterial gibt es in Südafrika in jedem Laden. Besonders in Auge stechen mir die bunten Körbe, die aus Telefonkabeln geflochten werden. Passend zum letzten Artikel von Wolfgang unter der Überschrift „Tradition und Moderne“ treffen auch hier alt und neu aufeinander. Denn die bunten Körbe aus dem neuen Material sind in Form und Technik genau gleich wie die – ebenfalls sehr schönen – alten Körbe aus Naturmaterial. Zu schade, dass ich weder die einen noch die anderen kaufen kann, denn wir sind ja noch soooo lange unterwegs. Bitte einfach auf ein Bild in der Galerie klicken, dann wird es größer.    

Tradition und Moderne in Bulungula

Fragt man Südafrikaner nach Gegenden, wo es noch „ursprünglich afrikanisch“ ist, schwärmen sie von der Wildcoast bzw. der „Transkei“.  So hieß die Region in der Apartheid-Zeit, als die rassistische Minderheits-Regierung der Weißen die schwarze Bevölkerungsmehrheit zwangsweise in so genannte „Homelands“ umgesiedelte. Es verwundert nicht, dass diese in der Regel abgeschieden lagen und karge, unfruchtbare Böden hatten. Zwischen Port Elisabeth und Durban gelegen, erstreckt sich die Wildcoast ca. 850 km entlang des Indischen Ozeans bis weit ins Landesinnere. Etwa auf halber Strecke liegt Bulungula, ein mehrfach ausgezeichnetes ökologisch-soziales Tourismus-Projekt an der Küste. Das Besondere daran ist, dass es ausschließlich von Xhosa betrieben wird, in der Community verwurzelt ist und seit seiner Gründung zum kreativen Kern und Motor der Entwicklung des bislang bitterarmen Umfelds geworden ist. Zudem stieß es weitere Projekte wie die 2007 gegründete Vorschule an und brachte neben Bildung für die Kleinen viele Menschen in Arbeit. Um dorthin zu kommen, mussten wir die Nationalstraße N2 verlassen, um dann zweieinhalb Stunden über, wie die Südafrikaner sagen, „dirtroads“ zu fahren, also staubige, teilweise sehr ruppige Pisten. Aber …

Zu Besuch bei den „African Angels“

Die Welt ist klein! Wir sind an der südafrikanischen Wild Coast im kleinen Ort Chintsa und besuchen auf eine Empfehlung hin das Schulprojekt „African Angels“. Und wen treffen wir im Klassenzimmer? Eva Böhm, eine junge Deutsche, die gerade ihr Studium für das Gymnasiallehramt abgeschlossen hat, und über ein Projekt des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg für drei Monate als Volunteer hier arbeitet. Eva Böhm unterstützt die Klassenlehrerin bei deren Arbeit mit den Erstklässlern, die aus den nahegelegenen Townships Chintsa East und Glen Eden kommen. „Diese Schule ist eine Riesenchance für die Kinder“, erklärt sie begeistert, „hier gibt es engagierte Lehrerinnen und kleine Klassen, in denen die Kinder individuell gefördert werden“. Die Schule heißt „African Angels Independent School“ und ist eine primary school für Sechs- bis Zwölfjährige. Sie ist privat finanziert und soll „Education with a Difference“ bieten. Was mit diesem Slogan gemeint ist, erklärt uns Schulleiterin Lou Billett. Sie betont, dass in der normalen ordinary school im Township die Schule zwar kostenfrei ist, dafür aber die Lehrer/innen oft nicht zum Unterricht kommen …

„Buccaneers“ in Chintsa

Wer hätte das gedacht? Wolfgang und ich übernachten im Backpackers (!) und fühlen uns richtig wohl. Bei mir ist es mehr als 20 Jahre her – bei Wolfgang noch etwas länger, dass wir in einer Unterkunft für Rucksackreisende übernachtet haben. Damals waren das einfachste Hostels mit einem großen Schlafraum für kleines Geld. Heute gibt es das zwar immer noch, aber wie uns der Besitzer von „Buccaneers“ sagt: „The kids today need comfort“. Und deshalb gibt es hier in Chintsa an der Wild Coast auch schöne Zweibettzimmer in kleinen Bungalows – und alle haben einen wunderbaren Blick auf den Indischen Ozean. Das bed and breakfast, in dem wir die Nacht vorher verbracht haben, hatte weder den Meer-Blick noch ein besonders schönes Zimmer und war teurer… Wir verbringen im „Buccaneers“ also gleich drei Nächte und genießen den Blick, das Zimmer, den Kontakt zu jungen Menschen, das vegetarische Dinner im View-of-Africa-Restaurant – und nutzen die adventure-Angebote. So traue ich mich zum zweiten Mal in meinem Leben, auf einem Pferd zu reiten. Trainerin Penny erklärt alles bestens und sowohl sie als …

Bitte wieder mitmachen!

Für „Gute REISE“, die online-Reiseseiten der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung, mache ich wieder die besondere Aktion. Wir bleiben weiterhin in Südafrika, fahren von Kapstadt aus an der Küste gen Norden und lassen uns treiben. Wir wissen jetzt noch nicht genau, in welche Städte wir kommen, doch eure Wünsche erfülle ich weiterhin gerne. Sie sollten nur ortsunabhängig sein. Ich kann zum Beispiel noch einmal ein Township besuchen und über einen besonderen Aspekt berichten oder ich kann jemandem eine Postkarte von jeder Station schreiben – oder, oder, oder. Schaut doch hier mal nach und macht mit! Ich bin gespannt auf eure Wünsche. Bitte schickt sie bis zum 10. Juni direkt an: magazinaktion@pressenetz.de

„Genuss pur“ in den Winelands

Seit gut einer Woche ist unsere Freundin Heike in Südafrika. Wir freuen uns sehr über diesen Besuch und zeigen ihr unsere Lieblingsplätze in Kapstadt und Umgebung. Dazu gehören ohne Zweifel die Winelands, so dass wir uns einen Wagen mieten und mit Heike nach Stellenbosch und Franschhoek zu einer „Genuss-pur-Tour“ aufbrechen. Stellenbosch liegt nur knapp 40 Auto-Minuten von Kapstadt entfernt uns ist eine quirlige Universitätsstadt mit vielen kleinen Läden, Cafés und Galerien. Wer hier studiert, braucht bestimmt ein wenig länger für seinen Bachelor oder Master, denn die Stadt bietet ziemlich viel Ablenkung. Dazu gehören auch die vielen schönen Weingüter, die direkt vor der Stadt liegen. Meist sind es alte Güter im so genannten kapholländischen Stil: Weiß getünchte Giebelhäuser, die sich im sonnigen Herbstlicht markant von den Bergen im Hintergrund abheben. Wir besuchen jedoch ein relativ junges Weingut mit moderner Architektur: „Tokara„, das für seinen Wein, sein Essen und seine Architektur schon mehrere Preise bekommen hat. Wir genießen ein ganz wundervolles Mittagessen auf der Terrasse und fahren am späten Nachmittag zurück nach Kapstadt. Am nächsten Tag geht es über die Pass-Straße nach Franschhoek. …