Alle Artikel mit dem Schlagwort: Vietnam

Leidenschaftliche Köchin verrät ihre Geheimnisse

Essen scheint die Lieblingsbeschäftigung der Vietnamesinnen und Vietnamesen zu sein. Schon am frühen Morgen sitzen sie auf der Straße und frühstücken ihre traditionelle Nudelsuppe. Und auch spät in der Nacht wird in den Garküchen auf der Straße noch frisch gebraten und gekocht. Das leckere Essen begeisterte auch Gracia Mrakovcic, die für die besonderen Aktion folgenden Wunsch hatte: „Wir waren letzten Sommer in Vietnam, und ich vermisse das leckere Essen. Bitte mach‘ einen Kochkurs und berichte darüber.“ Ein schöner Auftrag für mich – und ich habe die leckere Mission gerne bei Hidden Hanoi in die Tat umgesetzt. Dieser Anbieter für Kochkurse, der im Jahr 2003 von der Journalistin Tran Hanh An gegründet wurde, wird in tripadvisor sehr empfohlen. Die Gründerin hat eine große Leidenschaft für die vietnamesische Kultur und deren Küche und gibt diese bei Kochkursen an Gäste aus der ganzen Welt weiter. Heute gehörte auch ich zu diesen Gästen. Mit dieser schönen Schürze kocht es sich besonders gut: Verstecktes Kleinod Kurz vor 11 Uhr biege ich also mit dem Taxi von einer der großen Hauptstraßen Hanois ab, fahre nur einmal …

Alles im Fluss: Mit dem Boot im Mekong-Delta unterwegs

Frauen rudern in kleinen Holzbooten auf und ab und verkaufen Ananas, Süßkartoffeln oder belegte Brötchen. Männer steuern große und meist hoffnungslos überladene Lastkähne mit einer Fracht aus Sand, Steinen oder anderem Baumaterial. Kinder liegen in der Hängematte an Bord und schaukeln leicht im Rhythmus der Wellen. Eine Fähre bringt Menschen von einem Flussufer zum anderen. Mittendrin sind wir – und natürlich auch andere Touristengruppen – in einem kleinen Boot unterwegs und lassen uns von einer netten Vietnamesin im Mekong-Delta herumschippern. In Can Tho sehen wir den größten floating market, den es in dieser Region noch gibt, in den kleinen Seitenarmen kommen wir an alten Fischern und ihren Netzen vorbei. Am Ufer gibt es kleine Fabriken, in denen Reis verarbeitet wird, und kleine Werkstätten, in denen Süßigkeiten von Hand hergestellt und verpackt werden. Alles wirkt beschaulich, ist aber harte Arbeit und hartes Leben. Und weil jeder seinen Müll einfach in den Fluss wirft und Plastik leider nicht verrottet, ist es oft auch ein harter Umgang mit der eigenen Lebensgrundlage. Hier ein paar Bilder von den schönen Seiten einer Bootsfahrt im …

„Mister Vo´s Haus“ in Cai Be

Achtung: Normalerweise stellen wir in unserer Rubrik „charmante Unterkünfte“ nette kleine Hotels und Wohnungen vor, die wir uneingeschränkt empfehlen können. Dieses Mal ist das ein ganz klein wenig anders, denn unser Homestay im Mekong-Delta ist sicher nicht für jedermann geeignet. Auf eine ganz eigene Art ist es aber trotzdem charmant, denn es bietet einen echten Einblick in die Wohnsituation einer vietnamesischen Familie auf dem Land. Mister Vo´s Ancient House liegt in Cai Be im Mekong-Delta und ist Teil unserer off-the-beaten-track-Tour durch die Region. Erneut sind wir mit der lokalen Agentur ethnic travel unterwegs und haben mit Phuong eine kundige junge Frau als guide, die uns jede Menge über das Leben auf dem Land in Vietnam erzählt. Von ihr erfahren wir, dass dieses Homestay im Jahr 1931 in traditioneller Holzbauweise errichtet wurde – und damit nur ein paar Jahre vor unserem eigenen Haus in Nürnberg. Im vietnamesischen Haus in Cai Be lebt eine sechsköpfige Familie und bietet zudem Betten für zehn Gäste an. Wir sind bei unserem Besuch die einzigen Gäste, was uns durchaus entgegenkommt, da es nur eine Toilette im ganzen Haus gibt, und diese …

Stadtansichten: Hué und Hoi An

In Zentralvietnam liegen die alte Kaiserstadt Hué und – nur 150 Kilometer südlich davon – die einstige Hafenstadt Hoi An. Beide sind mit nur rund 300.000 bzw. 75.000 Einwohnerinnen und Einwohnern recht kleine Städte und haben einen besonderen Charme. Vor allem Hoi An mit seiner autofreien (!) Altstadt und vielen historischen Häusern ist ein echtes Kleinod. Zwar tummeln sich hier sehr viel Touristinnen und Touristen, aber die vielen kleinen Bars, die netten Lädchen und die romantische Abendbeleuchtung mit Laternen gefallen auch uns ausnehmend gut… Hier ein paar Stadtansichten aus Hué und Hoi An. Bitte einfach auf ein Bild klicken, dann wird es größer. Der Palastbereich in Hué: Hoi An am Abend: Hoi an am Tag:    

Landschaftsbilder: Von der Halong-Bucht ins Red River Delta

Wasser, Reisterrassen und Karstfelsen. Diese drei Elemente bestimmen das Landschaftsbild in Vietnam und sorgen für „Asienfeeling“ pur. Überzeugt Euch selbst davon bei dieser Bilderreise durch die Halong-Bucht, die benachbarte Bai Tu Long Bay und das Red River Delta bei Ninh Binh. Wir haben uns für diesen Teil von Vietnam fünf Tage Zeit genommen und waren mit dem lokalen Anbieter ethnic travel unterwegs – in einer netten Gruppe, einem kleinen Bus und interessanten Unterkünften in privaten Homestays. Halong-Bucht und Bai Tu Long Bay: Red River Delta bei Ninh Binh:

„Der stille Amerikaner“ von Graham Greene

Wie aktuell kann ein Roman über Machtpolitik und Moral, Krieg und Kriegsberichterstattung, Rolle des Westens und dessen folgenschwere Politik in den Kolonialgebieten sein, der in den 50er Jahren in Vietnam geschrieben wurde? Noch dazu, wenn er zugleich eine Geschichte erzählt, bei der zwei Männer zu Rivalen um eine attraktive Vietnamesin werden? Ich verspreche es: Sehr aktuell! Das Buch, das der britische Autor Graham Greene in der ersten Hälfte der 50er Jahre bei seinen Aufenthalten in Vietnam geschrieben hat, hat schon bei seiner Veröffentlichung 1955 eine ungewöhnlich starke politische Wirkung entfaltet. Und es erwies sich geradezu als prophetisch, was die Rolle der USA in Vietnam betrifft. Heute gelesen, drängen sich Vergleiche zu Lybien, Irak und Syrien geradezu auf. Doch zurück zum Buch. Da ist zum einen der Ich-Erzähler Thomas Fowler, ein vietnamerfahrener, abgebrühter britischer Korrespondent, der über den unerbittlich geführten Krieg der französischen Kolonialmacht gegen die immer stärker werdenden kommunistischen Vietminh im Norden berichtet, sich aber aus allem raushalten möchte. Schließlich sei das nicht „sein Krieg“. Das ändert sich allmählich, als er Alden Pyle kennenlernt, einen …

Nahaufnahme: Quirliges Leben auf Hanois Straßen

Ganz egal ob morgens, mittags oder nachts: Das Leben in Hanoi spielt sich auf der Straße ab. Schon morgens fahren Frauen mit ihrem voll beladenen Fahrrad von Straße zu Straße und verkaufen frisches Obst, Gemüse oder Blumen. Mittags sitzen Familien und Arbeitskolleginnen und -kollegen zusammen am Rand der Straße und essen gemeinsam. Und abends fahren offenbar alle noch einmal mit ihrem Moped in die Stadt und trinken am Straßenrand einen vietnamesischen Kaffee oder ein Hanoi-Bier. Hier ein paar Impressionen von den belebten Straßen in Hanoi. Bitte einfach auf die Fotos klicken, dann werden sie größer.

Schickt mir Eure Wünsche für Vietnam

Asien lässt uns nicht los, so dass wir aktuell Vietnam bereisen. Auch hier kann ich bei der besonderen Aktion wieder einen Wunsch für Euch erfüllen oder über ein bestimmtes Thema berichten. Was interessiert Euch an Vietnam besonders? Was soll ich ausprobieren? Wen soll ich treffen? Wo soll ich hinfahren? Macht bitte mit und schickt eine E-Mail bis Samstag, 22. Oktober 2016, direkt an magazinaktion@pressenetz.de Das Ergebnis erscheint dann hier und auf „Gute REISE“, der online-Reiseseite der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung.

Brahms in Hanoi

Zufälle gibt’s! Noch ziemlich im Jetlag, bekamen wir am Morgen unserer Ankunft in Vietnam auf der Straße einen Zettel in die Hand gedrückt. Er hat uns sofort elektrisiert, denn es war die Ankündigung für ein Konzert im Opernhaus von Hanoi für den 13. Oktober – da würden wir also noch in der Stadt sein. Da mussten wir hin, noch dazu, weil sie so besonders war: Zur Aufführung sollte – sogar erstmalig in Vietnam – Johannes Brahms’ „Ein deutsches Requiem“ kommen, ein eindrucksvolles Werk für Orchester, Chor und zwei Solostimmen. Und „zufällig“ stand da dann noch der Name des Gewandhauschores Leipzig auf dem Programm, und – als Kooperationspartner – das hiesige Goethe Institut. Die zwei Karten waren rasch besorgt, und als wir beim Frühstück in unserem Hotel unserer sehr netten, gut deutschsprechenden Bedienung Bing davon erzählten, wollte sie mit. Sie hatte drei Jahre in Deutschland studiert und – tatsächlich! – so etwas wie Heimweh nach Deutschland und insbesondere der deutschen Kultur. Ihr Lieblingsfilm ist „Metropolis“ von Fritz Lang, den sie sich immer wieder gerne anschaut. Klar, …